24.09.2020

Bundesprogramm Sanierung widmet sich kommunalen Einrichtungen

Kommunale Einrichtungen wie Schwimm- und Freibäder sind in die Jahre gekommen und erfordern umfassende Renovierungsarbeiten. Das ist für viele Kommunen, gerade auch jetzt während der Pandemie-Krise, eine große Herausforderung, da die Haushalte bereits unter einer großen Belastung und weniger Steuereinnahmen leiden.

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Abhilfe schafft nun ein Förderprogramm des Bundesbauministeriums (BMI), das am 12. August 2020 den Projektaufruf für das Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur veröffentlicht hat. In diesem Rahmen stellt die Regierung insgesamt 600 Mio. Euro für Investitionen in kommunale Einrichtungen bereit. Die Förderung ist vor allem gedacht für die Sanierung von Sportstätten, wie zum Beispiel öffentlich genutzte Sportplätze, aber auch Turnhallen, Schwimmhallen sowie Freibäder, wo ein besonders hoher Instandsetzungsrückstand besteht.

Diese finanzielle Förderung bedeutet eine wichtige Stärkung der kommunalen Infrastruktur, insbesondere vor dem Hintergrund eines großen Investitionsbedarfs in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur. Die Initiative geht auf den Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) zurück, der die Regierung bereits im Jahr 2018 aufgefordert hatte, das bisherige Förderprogramm erneut aufzulegen.

Für ein Budget von 400 Mio. Euro ist nunmehr ein neuer Projektaufruf gestartet worden. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags wird zudem im September 2020 Projekte mit einem Bundeszuschuss von insgesamt 200 Millionen Euro auf Basis der Interessenbekundungen zum Projektaufruf 2018 für eine Förderung beschließen.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)