22.10.2021

Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Kommunen

Der Anteil der E-Mobilität am Gesamtverkehr soll wachsen, aber ein Hindernis dafür ist der Mangel an flächendeckenden Ladestationen. Während die Großstädte mittlerweile besser ausgestattet sind, bestehen vor allem auf dem Land große Lücken im Netz der Lademöglichkeiten für Elektroautos. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben daher jüngst im Rahmen einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Unterstützung der Kommunen beim Ladeinfrastrukturausbau in Deutschland gefordert.

Fahrverbot persönliche Umstände

Beim Voranbringen alternativer Antriebe und dem Aufbau entsprechender Infrastruktur nehmen die Kommunen eine Schlüsselrolle ein. Zwar hat sich bisher bereits einiges getan im Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, aber es ist noch lange nicht ausreichend. Der Ausbau muss stärker forciert werden, besonders bei der Flächensuche und Genehmigung. Dafür müssen die Kommunen mit mehr Fachwissen und personellen Ressourcen unterstützt werden. Ein Vorschlag für eine Förderung liegt bereits seit Längerem von Elektromobilitätsmanagern vor, Bund und Länder sind aber zudem bundesweit gefordert, Personal vor Ort gezielt zu fördern und weiterzubilden, ähnlich wie im Falle der Klimaschutzmanager.

Es geht vor allem darum, die Kommunen beim Finden geeigneter Flächen für Ladestationen und bei der Genehmigung der Einrichtung der Ladepunkte am Straßenrand zu unterstützen. Auch sollten die städtischen Fuhrparks mehr mit alternativen Antrieben ausgestattet werden, damit sie im Stadt- und Ortsbild als Vorbild wirken. Künftig sollen dafür Elektromobilitätsmanager in die Kommunen kommen und den Aufbau von Ladeinfrastruktur auch in kleineren Städten voranbringen. Bislang gibt es hierzu aber nur vereinzelte Programme in den Ländern.

Personal und Fachwissen vor Ort sind für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zentral, zusätzlich zu den Elektromobilitätsagenturen von Bund und Ländern. Es besteht zudem ein Schulungsbedarf zu den Genehmigungsverfahren und der Umsetzung der neuen Technologie vor Ort. Essenziell ist zudem die Koordination zwischen den lokalen Akteuren wie Energiewirtschaft, Handel und Wohnungswirtschaft. Nur mit dieser Unterstützung können die Fördermittel und Investoren für den Ausbau sinnvoll eingesetzt werden.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)