24.11.2017

Adventskalender: Die frohe Botschaft

Der 1. Dezember steht vor der Tür, das Jahr geht zu Ende. Jetzt bricht sie wieder an, die Phase der guten Vorsätze. Sie haben sich vorgenommen, Ihre Rhetorik zu verbessern und noch gewinnender zu kommunizieren? Hier kommen 24 Impulse für Ihren Erfolg als Redner – nicht nur zur Weihnachtszeit.

Weihnachtsmarkt
  1. Wagen Sie bei Ihren Redeauftritten mehr Emotionen. Wer mit seinen Gefühlen nicht hinterm Berg hält, sammelt Sympathiepunkte.
  2. Hören Sie den Menschen zu. Je genauer Sie verstehen, was Ihr Gegenüber beschäftigt, desto besser werden Ihre Worte ankommen.
  3. Menschen lieben Geschichten. Verknüpfen Sie trockene Themen mit einprägsamen Storys und persönlichen Anekdoten.
  4. Verpacken Sie Ihre Hauptanliegen in eingängige Kernbotschaften. Solche Merksätze schärfen Ihr Profil.
  5. In der Kürze liegt die Würze. Machen Sie nicht viele Worte, wo auch wenige genügen.
  6. Achtung, Floskelalarm! Lüften Sie gelegentlich Ihren Wortschatz aus und verabschieden Sie sich von abgedroschenen Phrasen.
  7. Metaphern wirken. Setzen Sie auf originelle Sprachbilder, denn die bleiben im Gedächtnis Ihrer Zuhörer besser haften.
  8. Weg mit der Sprachbürokratie. Verwenden Sie Alltagsbegriffe und verzichten Sie auf kompliziertes Amtsdeutsch.
  9. Zu viele rhetorische Leerstellen verwässern Ihre Botschaft. Sagen Sie nichtssagenden Füllwörtern den Kampf an.
  10. Sprache ist Handlung. Verwenden Sie aktive Formulierungen statt Passivsätze und meiden Sie das Wörtchen „man“.
  11. Winden Sie keine Wortgirlanden. Ihr Publikum kann besser folgen, wenn Sie kurze Sätze bilden.
  12. Fremdwörter bitte immer sparsam dosieren. Wenn es einen deutschen Begriff gibt – nutzen Sie ihn.
  13. Haben Sie Mut zum Klartext. Manchmal müssen Dingen beim Namen genannt werden.
  14. So scharf eine verbale Auseinandersetzung auch sein mag: Greifen Sie Ihr Gegenüber nicht persönlich, sondern stets mit Argumenten an.
  15. Irren ist menschlich. Sprechen Sie es offen an, wenn Sie einen Fehler gemacht haben. Man wird Ihnen dafür Respekt zollen.
  16. Wieso? Weshalb? Warum? Werfen Sie auch Fragen in den Raum – so zeigen Sie Ihre nachdenkliche Seite.
  17. Sprache muss zum Sprecher passen. Verstellen Sie sich nicht. Ihr Publikum hat feine Antennen dafür, was echt ist und was nicht.
  18. Humor macht das Leben leichter – und auch die zwischenmenschliche Kommunikation.
  19. Jede Generation hat ihre Sprache. Sie müssen sich nicht anbiedern. Aber bleiben Sie offen für neue Wortschöpfungen.
  20. Die Redekunst stammt aus der Antike. Verbreiten dürfen Sie Ihre Worte aber auch über moderne Kommunikationskanäle.
  21. Achten Sie auf Ihre Körpersprache. Mimik und Gesten verraten manchmal mehr als tausend Worte.
  22. Can you say it in English? If not, refresh your foreign language skills.
  23. Sagen Sie jetzt nichts. Es gibt Situationen, in denen ist Schweigen die klügste Option.
  24. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auch politische Profis holen sich beim Schreiben von Reden Unterstützung.

www.nicola-karnick.de

Autor: Nicola Karnick (Nicola Karnick ist Redenschreiberin und Autorin von "Praktische Redenbausteine für Bürgermeister".)