Lexikonstichwort | Beitrag aus „Betriebliches Brandschutzmanagement“ 04.08.2016

Zündquelle

Als Zündquelle wird jegliche Art der Energie bezeichnet, die theoretisch dazu in der Lage ist, Stoffe oder eine explosionsfähige Atmosphäre zu entzünden. Eine Zündquelle ist nach TRBS 2152 durch einen chemischen, technischen oder mechanischen Vorgang oder durch einen Zustand oder Arbeitsablauf bedingt, der dazu geeignet ist, die Entzündung einer explosionsfähigen Atmosphäre auszulösen.

Mögliche Zündquellen

Typische Zündquellen sind heiße Oberflächen, heiße Gase, mechanisch erzeugte Funken oder offene Flammen. Auch im Umgang mit elektrischen Anlagen oder statischer Elektrizität kann es zu Zündquellen kommen. Ob es zur Entzündung kommt, hängt von mehreren Faktoren wie der Mindestzündenergie, der Art des Stoffs oder der explosionsfähigen Atmosphäre ab. Lässt sich die Bildung explosionsfähiger Atmosphären nicht sicher vermeiden – beispielsweise in Lackierereien –, sind gemäß Betriebssicherheitsverordnung wirksame Zündquellen zu vermeiden. Detaillierte Informationen zu Zündquellen finden sich in TRBS 2152 Teil 3.

TRBS 2152 Teil 3 nennt folgende mögliche Zündquellen:

  • heiße Oberflächen

  • Flammen und heiße Gase

  • mechanisch erzeugte Funken

  • elektrische Anlagen

  • elektrische Ausgleichsströme, kathodischer Korrosionsschutz

  • statische Elektrizität

  • Blitzschlag

  • elektromagnetische Felder im Bereich der Frequenzen von 9 x 103 Hz bis 3 x 1011 Hz

  • elektromagnetische Strahlung im Bereich der Frequenzen von 3 x 1011 Hz bis 3 x 1015 Hz bzw. Wellenlängen von 1.000 ?m bis 0,1 ?m (optischer Spektralbereich)

Autor: WEKA Fachredaktion

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Betriebliches Brandschutzmanagement“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Betriebliches Brandschutzmanagement“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Betriebliches Brandschutzmanagement“ jetzt 30 Minuten live testen!