Fachbeitrag | Unterweisung
12.01.2015

Warnen Sie vor unbekannten Zündquellen

Brennbare Stoffe und Zündquellen voneinander fern zu halten, ist eine wesentliche Maßnahme im Brandschutz. Allerdings sind vielen Mitarbeitern/-innen die verschiedenen Arten von Zündquellen gar nicht bekannt. Sorgen Sie mit Ihrer Unterweisung für Abhilfe.

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Wenn an einer Tür ein Schild mit „Rauchen verboten“ zu sehen ist, dient dies nicht nur dem gesetzlichen Nichtraucherschutz. Oftmals steckt auch der Brandschutz dahinter.

Zündquellen und brennbare Stoffe trennen

Um zu verhindern, dass ein Brand entsteht, müssen Zündquellen und brennbare Stoffe auseinander gehalten werden. Wenn sich also brennbare Stoffe in einem Raum befinden, ist ein Rauchverbot nötig, um das Brandrisiko zu senken. Ihnen ist dies zweifellos klar, doch wissen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche Arten von Zündquellen es gibt?

Zündquellen kennen, um Brände zu vermeiden

Behandeln Sie in Ihrer Brandschutzunterweisung deshalb das Thema Zündquellen sehr ausführlich, also nicht nur die Regel „Sauerstoff + brennbarer Stoff + Zündquelle“ kurz erläutern. Gehen Sie in Ihrer unterweisung„>Unterweisung die einzelnen Zündquellen durch, denn nur wenn diese den Mitarbeitern bekannt sind, können sie darauf achten.

Nennen Sie alle möglichen Zündquellen

Zu der Liste der möglichen Zündquellen, die Ihre Mitarbeiter kennen sollten, gehören:

  • heiße Oberflächen (auch Motoren, Heizkörper oder Kochplatten in der Teeküche),
  • offene Flammen (wie Zigarettenreste, Kerzen, Schweißflammen),
  • heiße Gase,
  • strömende Gase,
  • mechanisch erzeugte Funken,
  • elektrische Anlagen (z.B. Wackelkontakt, Kurzschluss),
  • elektrische Ausgleichsströme,
  • kathodischer Korrosionsschutz,
  • statische Elektrizität (auch Schuhsolen auf entsprechenden Böden),
  • Blitzschlag,
  • elektromagnetische Felder bestimmter Frequenzen,
  • elektromagnetische Strahlung bestimmter Frequenzen/Wellenlängen (auch Mobiltelefone),
  • ionisierende Strahlung,
  • Ultraschall,
  • Stoßwellen,
  • chemische Reaktionen,
  • Selbstentzündung (z.B. ölhaltige Putzlappen).

Weisen Sie besonders auf die eher unbekannten Zündquellen hin

Erfahrungsgemäß sind sich viele Mitarbeiter nicht bewusst, dass zum Beispiel statische Elektrizität, Ultraschall, heiß werdende Oberflächen und mechanisch erzeugte Funken eine Gefahr darstellen können. Fragen Sie konkret nach, welche Zündquellen unbekannt erscheinen und vertiefen Sie die Darstellung:

  • So entsteht statische Elektrizität insbesondere dann, wenn mechanische Stoffe (z.B. Papier, Textilien, Kunststoffe) voneinander getrennt werden. Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter fühlt dann einen kleinen „elektrischen Schlag“. Im Extremfall kann es aber auch zu einer Funkenbildung kommen, die ein Gas-Luft-Gemisch entzünden kann.
  • Beim Abschleifen und Hämmern können ebenfalls mechanisch erzeugte Funken entstehen. Je nach Brandrisiko müssen solche Arbeiten unter ähnlichen Sicherheitsauflagen erfolgen, wie sie beim Schweißen notwendig sind. Das jedoch wissen mitunter die betreffenden Mitarbeiter gar nicht.
Autor: Oliver Schonschek

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