04.08.2016

Gewerbliche und industrielle Feuerversicherung

Notausgang

Es gibt die drei nachfolgend aufgelisteten Feuer-Versicherungsarten:

  • Feuerversicherung für Gebäude (Sachschaden),
  • Feuerversicherung für Gebäudeinhalte (Sachschaden) und
  • Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherungen (Vermögensschaden).

Ereignet sich in einem Betreib ein Brand, so kann der durch den Brand entstandene Schaden fatale Auswirkungen für den Betrieb haben. Denn finanziell fallen nicht nur die direkt durch das Feuer verursachten Schäden an Gebäuden und Maschinen ins Gewicht, sondern zusätzlich auch die Gehälter der Angestellten, die natürlich trotz der Betriebsschließung weiter ihre Gehälter erhalten müssen. Damit ein Brand nicht zum finanziellen Ruin wird, ist es außerordentlich wichtig, eine genau auf den jeweiligen Betrieb zugeschnittene Feuerversicherung abzuschließen.

Verträge der Feuerversicherer

In Verträgen der Feuerversicherer sind immer spezielle Anforderungen formuliert, die in der Regel passgenau auf das jeweilige zu versichernde Objekt abgestimmt und verhandelt sind. Jedoch gibt es einige grundlegende Vorschriften, die häufig Bestandteil der Versicherungsverträge sind. So müssen auf jeden Fall alle gesetzlichen, behördlichen und vereinbarten Sicherheitsvorschriften (dazu zählen alle den Brandschutz betreffenden Gesetze, Normen und Richtlinien), also auch die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen der Feuerversicherer für gewerbliche Anlagen, eingehalten werden. Sollte sich während der Laufzeit des Vertrags eine Gefahrenerhöhung ereignen, so ist diese dem Versicherer anzuzeigen. Von einer Gefahrenerhöhung spricht man z.B. bei einer Stilllegung oder zeitweisen Außerbetriebnahme von Brandschutzeinrichtungen, oder auch bei Nutzungsänderungen von Gebäuden. Zu beachten ist jedoch in jedem Fall, dass Versicherungsverträge immer Einzelverträge sind.

Anforderungen der Feuerversicherer

Für Betriebe ist es oft schwierig, zu erkennen, welche Gesetze, Normen und Vorschriften für sie gelten und wie diese gemäß den Versicherungsbedingungen einzuhalten sind. In der Praxis hat es sich bereits bewährt, ein Vorschriftenkataster anzulegen, welches im Laufe der Zeit ständig ergänzt und aktuell gehalten wird. So ist es auch relativ einfach zu überprüfen, ob Vorschriftenänderungen den Betrieb betreffen. Man sieht sofort, ob eine geänderte Vorschrift für einen Betrieb zutrifft, und kann so ggf. schnell und gezielt die Maßnahmen im Betrieb umsetzen. Dieses Kataster muss sich nicht unbedingt auf Brandschutzvorschriften beschränken, sondern kann alle betrieblich geltenden Vorschriften beinhalten.

Wichtige Fragen, die die Feuerversicherung betreffen sollten intern geklärt werden. Dazu zählen unter anderem die im Folgenden beispielhaft angeführten Punkte:

  • Wie werden Gefahrerhöhungen dem Versicherer gemeldet?
  • Gibt es Regelungen für die Stilllegung von Brandschutzeinrichtungen (Löschanlagen, Brandmeldeanlagen), für Nutzungsänderungen von Gebäuden oder für die Anschaffung von neuen Maschinen und Anlagen?
  • Werden Stilllegungen von Gebäudeteilen oder Maschinen dem Versicherer angezeigt?
  • Sind im Betrieb alle Gesetze, Normen und Richtlinien bekannt, die gemäß Versicherungsvertrag für den Betrieb gelten?
  • Werden die allgemeinen Sicherheitsvorschriften der Feuerversicherer für Fabriken und gewerbliche Anlagen eingehalten?
  • Werden der Mängelbericht und die Mängelbeseitigung dem Versicherer angezeigt?

Begehung durch Feuerversicherer

Begehungen durch den Feuerversicherer sind heute, zumindest in größeren industriellen Anlagen, an der Tagesordnung. Zum einen möchte der Versicherer vor Vertragsabschluss …

Autoren: WEKA , Peter Beck (Seit 2001 von der IHK Rhein Neckar öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger)

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