Fachbeitrag | Organisation und Dokumentation
14.03.2016

So hilft Ihnen die ASR A2.2, Brände in Ihrem Betrieb zu verhindern

Die ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ regelt sicherheitstechnische Brandschutzmaßnahmen in Arbeitsstätten. Dazu gehören z. B. das Sicherstellen der Alarmierung im Brandfall oder auch die Ausstattung mit Feuerlöscheinrichtungen wie Feuerlöschern. Darüber hinaus werden Unterweisungen von Arbeitnehmern über Gefährdungen sowie über Maßnahmen zur Verhinderung von Bränden vorgeschrieben und Vorgaben zu Brandschutzhelfern und zur Wartung von Feuerlöschern gemacht.

ASR A2.2

In deutschen Betrieben brennt es weit häufiger, als man dies vermuten sollte: So das Ergebnis einer Studie des Bundesverbandes Brandschutz-Fachbetriebe e. V. (bvbf). Um so wichtiger ist es, dass Sie als Arbeitsschutz-Verantwortlicher dafür sorgen, dass die vorbeugenden Maßnahmen, wie sie die ASR A2.2 vorsieht, auch tatsächlich lückenlos umgesetzt werden. Der Erfolg ist dann sehr schnell mess- und nachweisbar.

Betriebe, die die vorgeschriebenen brandschutztechnischen Maßnahmen durchführen, beugen Bränden vor bzw. sichern die richtige Reaktion, wenn der Unglücksfall eintritt und es doch einmal brennen sollte. Außerdem sind solche Betriebe rechtlich abgesichert, vor allem mit Blick auf ihre Haftung.

Und dass Brände keineswegs selten sind, hat eine Studie des Bundesverbandes brandschutz-Fachbetriebe e. V. (bvbf) ergeben. Demnach weiß jeder dritte Mitarbeiter von einem Brand in seiner eigenen Firma zu berichten – quer durch alle Branchen und unabhängig von der Größe des Unternehmens.

Unter den Ursachen rangieren Fahrlässigkeit, Rauchen und technische Gründe weit vorn. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Es mangelt oft an einer betriebsspezifisch dokumentierten Beurteilung der Brandgefahren.

Dagegen hilft die Arbeitsschutzrichtlinie ASR A2.2: Unternehmen können damit ihre brandschutztechnischen Aktivitäten planen und umsetzen.

Wofür gilt die ASR A2.2?

Die ASR A2.2 regelt, wie Arbeitsstätten mit Feuerlöscheinrichtungen ausgestattet und betrieben werden müssen. Außerdem gilt die ASR A2.2 für Maßnahmen zur Erkennung von Entstehungsbränden und zur Alarmierung wie zur Bekämpfung von Bränden.

Für Arbeitsstätten mit normaler Brandgefährdung reicht eine definierte Grundausstattung aus. Dies betrifft Büronutzungen, hier wird in Abhängigkeit von der Fläche eine bestimmte Anzahl von Feuerlöschern vorgeschrieben. Für andere Arbeitsstätten gilt eine erhöhte Brandgefährdung, für die weitergehende Maßnahmen notwendig sind. Eine Orientierung bietet die in der ASR A2.2 enthaltene Tabelle mit Beispielen von Betrieben oder Betriebsbereichen mit erhöhter Gefährdung. Eine erhöhte Brandgefahr gilt z. B. in allen Betrieben, in denen leicht brennbare Stoffe zum Einsatz kommen oder für die Brandentstehung begünstigende Umstände herrschen.

Was schreibt die ASR A2.2 vor?

Zum vorbeugenden Brandschutz zählt neben der jährlichen Unterweisung aller Beschäftigten in Sachen betrieblicher Brandschutz auch die Ausbildung von Brandschutzhelfern. Der Betrieb muss über geeignete Feuerlöscheinrichtungen verfügen und diese regelmäßig warten lassen. Wie dies für den einzelnen Betrieb aussieht, hängt unter anderem von der Gefährdungsbeurteilung ab. Auf deren Basis sind dann technische und organisatorische Brandschutzmaßnahmen durchzuführen.

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Brandschutzexperte Dr. Friedl ist als beratender Ingenieur im Arbeits- und Brandschutz für führende Unternehmen tätig und zeigt Ihnen, wie Sie die Vorschrift schnell und rechtssicher in die Praxis umsetzen können.

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Autor: Markus Horn

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