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Neue Brandklasse L für Brände von Lithium-Ionen-Batterien

Die neue ISO 3941:2026-01 „Brandklassen“ (Englischer Titel: „Classification of fires“) führt eine neue Brandklasse L für die Klassifizierung von Bränden von Lithium-Ionen-Batterien ein.

Akkubrand

Im Januar wurde die neue ISO 3941:2026-01 „Brandklassen“ (Englischer Titel: „Classification of fires“) veröffentlicht. Sie ersetzt die ISO 3941:2007-09 und schafft eine internationale Grundlage für die Klassifizierung von Bränden von Lithium-Ionen-Batterien. Deren bisherige Zuordnung zu den bestehenden Brandklassen A oder F bzw. die Klassifizierung als elektrische oder Metallbrände gilt als nicht vollumfänglich zutreffend. Die Umsetzung der Brandklasse L in nationale Vorschriften sowie in Produkt- und Prüfnormen – beispielsweise für Feuerlöscher – steht noch aus.

Die Brandklasse L umfasst Brände, die direkt oder indirekt durch Lithium-Ionen-Zellen und Batteriesysteme verursacht werden. Die ISO 3941:2026-01 schafft eine international einheitliche Grundlage für die Bewertung dieser Brandgefahren und unterstützt Hersteller, Betreiber und Brandschutzverantwortliche bei der Entwicklung geeigneter Schutzkonzepte.
Für Brände der Brandklasse L werden zunehmend spezielle Löschmittel und Löschsysteme entwickelt, z.B. durch Zusatz von Additiven oder Löschgele.

Unternehmen sollten die weitere Entwicklung entsprechender Löschtechnik und deren Zulassung aufmerksam verfolgen. Mit der Übernahme der Brandklasse L in nationale Regelwerke können sich zusätzliche Anforderungen und Pflichten ergeben.

Autor*in: WEKA Redaktion

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