24.06.2016

Brandschutz im Lager

Notausgang

Ein Lager bezeichnet einen meist überdachten und eingegrenzten Raum, in dem Material oder Rohstoffe aufbewahrt werden. Nahezu alle Betriebe, die sowohl einen Materialeingang als auch einen Materialausgang verzeichnen, verfügen über einen derartigen Raum.

Die Lagerung des Materials bedeutet eine geplante Unterbrechung im Materialfluss. Damit der Platz in einem Lager optimal ausgenutzt werden kann, ist eine detailliert geplante Lagereinrichtung von großer Bedeutung. So werden beispielsweise Hochregallager, Bodenlager oder Turmlager voneinander unterschieden. Sogenannte Lagergeräte wie Paletten oder Kartons werden häufig in Stückgutlagern eingesetzt. Diese Form, also das Lagern von Einzelteilen, ist die am weitesten verbreitete Lagerform.

Brandrisiken im Lager

Läger werden zu den unterschiedlichsten Zwecken genutzt. Baumaschinen können dort ebenso stehen wie Fässer mit leicht entzündlichen Flüssigkeiten. Das Lagergut kann in Fässern, Kartonagen oder in Hochregalen gelagert sein.

Die mögliche Lagerfläche reicht von wenigen Quadratmetern bis zu Flächen, die mehrere Fußballfelder umfassen.

Die Lagerhöhe kann bodennah ausgeführt sein oder über mehrere Meter bis hin zu einigen Stockwerken reichen.

Lagerart

Verschiedene Lagerarten bedingen unter Umständen unterschiedliche Gefahren und Gefährdungen. Unterschieden werden beispielweise nach Nutzung:

  • Wareneingangslager – Waren werden angeliefert, kontrolliert und eingebucht.
  • Kommissionierlager – Waren werden zusammengestellt und hergerichtet.
  • Versandlager – Ware wird für den Versand vorbereitet und bereitgestellt.
  • Umschlaglager – Waren werden angenommen, sortiert, umverteilt und weiter verladen.
  • Zolllager – Waren werden unversteuert gelagert, um sie z.B. unmittelbar ins Ausland weiterzuleiten.

Einen größeren Einfluss auf Brandverlauf und Einsatzrisiken hat die Bauform. Folgende Bauformen können vorliegen:

  • Freilager – Lager im Freien ohne Umbauung
  • Flachlager – Gebäude mit einer Höhe von bis zu etwa 8 m
  • Tanklager – Tanks für Flüssigkeiten und Gase
  • Etagenlager – Flachlager mit Zwischengeschossdecken
  • Hochregallager – Lagergebäude mit einer Höhe über 12 m
  • Silolager – Lagerstrukturen für rieselfähige Güter
  • Traglufthallenlager – schnell aufzubauende Bedarfshallen aus einer Hallenhaut, die mit Gebläsen „aufgebaut” werden. Sie können nur über Schleusen betreten werden, damit der Überdruck erhalten bleibt.

Auch die produktabhängige Lagerung spielt bei der Gefahrenabwehr eine Rolle.

  • Gefahrgutlager – spezielle Lager für Gefahrgüter
  • Temperaturgeführte Lager – für Waren, bei denen eine vorgegebene Lagertemperatur eingehalten werden muss. Meist handelt es sich um Kühllager.
  • Verschlusslager – spezielle Zugangssicherungen schützen Waren, die besonderer Diebstahlgefahr ausgesetzt sind.
Autor: WEKA Fachredaktion

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