27.02.2017

Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten – Anforderungen und Inhalte

Nach den Vorgaben der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) benötigen betriebliche Brandschutzbeauftragte eine fachbezogene Ausbildung über 64 Unterrichtseinheiten, in denen die grundlegenden brandschutzrelevanten Themen vermittelt werden.

Fluchtwegzeichen

Grundsätzlich wird für die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten keine besondere Vorbildung oder Qualifikation verlangt. Die Erfahrung zeigt aber, dass es in den überwiegenden Fällen diejenigen Personen Brandschutzbeauftragter im Unternehmen sind, die bereits in ihrer Freizeit ehrenamtlich bei einer Freiwilligen Feuerwehr im Bereich des abwehrenden Brandschutzes tätig sind.

Allerdings wird auch an die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten eine Mindestanforderung gestellt, und diese stützt sich überwiegend auf die Vorgaben des vfdb. Diese vfdb-Richtlinie gibt unverbindlich einen Ausbildungsumfang vor, welcher 64 Unterrichtseinheiten á 45 min. umfasst.

Inhalte der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten

Im folgenden sind die Ausbildungsinhalte aufgelistet:

  • Rechtliche Grundlagen
  • Brandlehre
  • Brandgefahren und Brandrisiken
  • Baulicher Brandschutz
  • Technischer Brandschutz
  • Organisatorischer Brandschutz
  • Brandbekämpfung
  • Zusammenarbeit mit Behörden, Feuerwehr und Versicherungen
  • Schriftliche und mündliche Abschlussprüfung

Außerdem wird meistens eine praktische Übung an Feuerlöscheinrichtungen (z.B. Handhabung Feuerlöscher) oder eine Gruppenarbeit (z.B. Plankunde) durchgeführt, welche nicht zwingend gewertet werden muss. Darüber hinaus ist eine praktische Brandschutzbegehung in existierenden Produktions- und Verwaltungsgebäuden sinnvoll, und wird deshalb von diversen Anbietern mit einbezogen.

Allerdings ist für so eine Ausbildung entscheidend, dass alle Teilnehmer lernen, sich in das Gebiet des Brandschutzes einzuarbeiten, und dieses nicht nur anhand einer Checkliste abarbeiten, sondern auch wirklich verstehen können.

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen und mündlichen Teil. Aber keine Angst – jeder wird in den 64 Unterrichtsstunden so fit gemacht, dass auch wirklich jeder ohne weitere Vorkenntnisse diese Prüfung bewältigen kann und wird.

Autor: Reinhard Gerhardt