Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“
08.04.2016

Zeugnis

Business Team Achievement Success Mission Concept© Rawpixel /​ Fotolia

Jeder Arbeitnehmer hat bei Beendigung seines Arbeitsverhältnisses ein Recht auf ein schriftliches Arbeitszeugnis. Das Zeugnis gilt als Nachweis über die Dauer und Art der Beschäftigung sowie die erbrachten Leistungen. Es soll zum einen bei künftigen Bewerbungen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern und zum anderen die bisher geleistete Arbeit und die erzielten Erfolge würdigen.

Zeugnisanspruch

Vorschriften zum Zeugnis finden sich in zahlreichen Gesetzen, die wichtigste Norm ist zweifelsohne § 106 GewO – die Anspruchsgrundlage. Aber auch im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 630 BGB) und im Berufsbildungsgesetz (§ 16 BBiG) sind Regelungen zum Arbeitszeugnis enthalten. Viele inhaltliche und formelle Anforderungen wurden darüber hinaus durch die Rechtsprechung der Arbeitsgerichte weiterentwickelt und sind für den Arbeitgeber bindend.

Die maßgebliche Rechtsgrundlage für alle Arbeitnehmer ist § 106 GewO. Danach haben Arbeitnehmer bei Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis. Das sog. einfache Zeugnis muss der Arbeitgeber unaufgefordert erteilen, ein qualifiziertes Zeugnis nur auf Verlangen des Arbeitnehmers.

Aber auch sog. arbeitnehmerähnliche Personen (zum Beispiel Heimarbeiter, Handelsvertreter) haben einen Zeugnisanspruch. Dieser ergibt sich aus § 630 BGB.

Achtung

Freie Mitarbeiter haben hingegen keinen Zeugnisanspruch. Sie stehen daher oftmals vor dem Problem, dass sie ihre Kompetenzen und Erfahrungen nicht belegen können. …

Autor: WEKA Redaktion 

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