Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“ 08.04.2016

Werkswohnung

Eine Werkswohnung ist eine Wohnung, die von einem Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer oder sonstigen Dienstverpflichteten gerade in Ansehung des Dienst- oder Arbeitsverhältnisses vermietet oder sonst überlassen wird. Dabei kann die Überlassung verschiedene Gründe haben. Zum einen ist denkbar, dass die Überlassung als Anreiz oder Gegenleistung für die Arbeitsleistung gewährt wird. Zum anderen kann ein Bewohnen einer Werkswohnung aber auch aus arbeitstechnischen Gründen nützlich oder sogar erforderlich sein.

Werkswohnungen kommen in der Praxis häufig vor. Hiervon profitieren oftmals die Mitarbeiter größerer Konzerne, die bereits eine jahrzehntelange Tradition bei der Überlassung von Wohnraum an ihre Mitarbeiter haben, so z.B. die VW AG oder die BAYER AG.

Rechtliche Voraussetzungen

Arten der Werkswohnung

Die rechtlichen Voraussetzungen bestimmen sich nach der Art der Werkswohnung. Unter dem Oberbegriff der Werkswohnung werden zwei Arten von Wohnungen erfasst, und zwar

  • Werkmietwohnungen und

  • Werkdienstwohnungen.

Die Werkmietwohnungen werden wiederum unterschieden in die

  • gewöhnlichen Werkmietwohnungen und

  • funktionsgebundenen Werkdienstwohnungen.

Werkmietwohnungen

Eine Werkmietwohnung liegt vor, wenn nur mit Rücksicht auf das Bestehen des Arbeitsverhältnisses Wohnraum vermietet worden ist. Bei Werkmietwohnungen bestehen zwei Verträge, nämlich zum einen der Arbeitsvertrag und zum anderen ein selbstständiger Gebrauchsüberlassungsvertrag, der bei entgeltlicher Überlassung ein …

Autor: Dr. Ralf Laws

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