News | Betriebliches Gesundheitsmanagement 15.04.2015

Weniger Ausfälle dank betrieblicher Gesundheitsförderung

103 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung kosteten die deutsche Wirtschaft 2013 Ausfallzeiten der Beschäftigten. Und seit fast zehn Jahren steigt die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage an. Das errechnete jetzt die Initiative Gesundheit & Arbeit (IGA).

Betriebliches Gesundheitsförderung durch Yoga

Betriebliches Gesundheitsmanagement. Berlin. 15. April 2015 – Unternehmen könnten krankheitsbedingte Fehlzeiten um bis zu ein Viertel senken. Das Rezept: Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). Das sagt der neue iga-Report „Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention“ der Initiative Gesundheit & Arbeit (iga). Trotz komplexer Wirkungsweisen könnten entsprechende wissenschaftliche Aussagen zur Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen für die betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention wie auch für den betrieblichen Arbeitsschutz getroffen werden.

Positives Kosten-Nutzen-Verhältnis

Jeder investierte Euro spart laut Studie 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten. Trotzdem zögern viele Unternehmen, systematische Betriebliche Gesundheitsförderung einzuführen. Mitarbeiter wiederum fühlen sich von ihren Betrieben bei der Gesunderhaltung oft nicht ausreichend unterstützt.

Prävention durch BGF oder BGM

Dabei könne Prävention in Form von BGF oder einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) helfen, gesund zu bleiben. Die meisten Studien belegen nach Ansicht der Forscher eine Verbesserung der körperlichen bzw. psychischen Verfassung. Gesunde Beschäftigte bringen ihren Betrieben durch mehr Motivation und bessere Leistungsfähigkeit ökonomischen Nutzen.

Präventionsansätze für die Arbeitswelt

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung, um arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen. Gemeinsam werden Präventionsansätze für die Arbeitswelt weiterentwickelt und vorhandene Methoden oder Erkenntnisse für die Praxis nutzbar gemacht. iga wird getragen vom BKK Dachverband, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek).

Umfassende Vorsorge

Laut iga-Report ist der Nutzen von BGF meist dann besonders hoch, wenn Programme verschiedene Maßnahmen berücksichtigen, sowohl solche aus der Verhaltens- als auch aus der Verhältnisprävention. Besonders deutlich wird dies bei der Prävention psychischer Erkrankungen, aber auch bei Programmen der Bewegungsförderung, der Gewichtsreduktion oder der Nikotinentwöhnung. Bislang böten 57 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Betriebliche Gesundheitsförderung an.

Autor: Friedrich Oehlerking (Friedrich Oehlerking ist erfahrener Journalist und berät Betriebsräte bei ihrer Pressearbeit.)