News | Geschäftsführung Betriebsrat
24.06.2016

Wacker-Betriebsrat setzt sich für Flutopfer ein

Solidarität – für manche keine Leerformel. Beispiel: Simbach am Inn. Eine Jahrtausendflut fordert Solidarität. Der neue Betriebsrat des ansässigen Traditionschemie-Unternehmens Wacker zeigt sie. Das Unternehmen auch. Es verdoppelt jede von Mitarbeitern eingehende Spende.

Solidarität Flutopfer© stylefoto24 /​ fotolia.com

Tote, Schäden – Simbach nach der Flut

Geschäftsführung Betriebsrat. In Simbach am Inn brachen Anfang des Monats alle Dämme. Die Flut setzte die Kleinstadt binnen Minuten unter Wasser. Mehrere Tote, Schäden in Millionenhöhe – die Bilanz der Katastrophe beherrschte tagelang die Berichterstattung.

Welle der Solidarität

Die Flutwelle ging einher mit einer Welle der Solidarität. Menschen aus nah und näherer Entfernung halfen, wo sie konnten. Der Freistaat Bayern unbürokratisch mit 1500 Euro bar auf die Hand.

Wacker-Betriebsrat vorbildlich

Und der Betriebsrat des Chemieunternehmens Wacker Chemie im nahen Burghausen zeigte sich in vorbildhafter Weise ebenfalls solidarisch. Dort ist Manfred Köppl seit 2. Juni Betriebsratsvorsitzender der Wacker Chemie AG. Hunderte Mitarbeiter waren in Not, sie selbst oder nahe Verwandte von der Überschwemmungskatastrophe im Raum Simbach heimgesucht.

Schlagkräftige Hilfsaktion

Der Betriebsrat mit dem neuen Mann an der Spitze hat Solidarität gezeigt und auch gefordert. Das berichtet der „Burghauser Anzeiger“. Auch das Traditionsunternehmen Wacker Chemie ließ sich nicht bitten. Eine schlagkräftige Hilfsaktion mit diversen Bausteinen wurde binnen Stunden auf den Weg gebracht.

Bereitschaft zum Zusammenstehen

Köppl zählt dem Bericht zufolge zu den Qualitäten seines Arbeitgebers und der Kollegen zuvörderst die Fähigkeit und Bereitschaft zum Zusammenstehen. Die Wacker Chemie AG kündigte in einer Pressemitteilung an, die vom Hochwasser in Ostbayern betroffenen Menschen finanziell zu unterstützen. Dazu stellt der Chemiekonzern über seine Stiftung Wacker Hilfsfonds dem Landkreis Rottal-Inn eine Spende in Höhe von 100.000 Euro als Soforthilfe für die Flutopfer zur Verfügung.

Spenden verdoppelt

Gleichzeitig will das Unternehmen alle Spenden verdoppeln, die von Mitarbeitern für ihre vom Hochwasser betroffenen Kollegen auf das bei dem Fonds eingerichtete Spendenkonto geleistet werden.

Unbürokratische Hilfe

„Das Ausmaß der Schäden, die die Überschwemmungen verursacht haben, ist derart gravierend, dass es für Wacker selbstverständlich ist, hier schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten“, sagte Personalvorstand Christian Hartel. „Als einer der größten Arbeitgeber in Ostbayern wollen wir die Menschen in der Region nach Kräften unterstützen.“

Freistellungsregelungen für vom Hochwasser geschädigte Beschäftigte

Dieter Gilles, Leiter des Werks Burghausen, kündigte Freistellungsregelungen für vom Hochwasser geschädigte Beschäftigte und freiwillige Helfer aus der Belegschaft an. So werden im Bedarfsfall Mitarbeiter, die direkt betroffen sind oder Familienangehörigen helfen, für bis zu fünf Tage von der Arbeit freigestellt.

Zusätzliche Härtefallregelungen

Für direkt Betroffene werde es zusätzliche Härtefallregelungen geben. Freiwillige Helfer können eine Freistellung von bis zu drei Tagen in Anspruch nehmen. „Viele unserer Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen Enormes geleistet“, hob Gilles hervor. So seien beispielsweise Beschäftigte des Unternehmens als Mitglieder bei Freiwilligen Feuerwehren, beim Roten Kreuz, beim Technischen Hilfswerk oder bei Rettungsdiensten im Einsatz. Auch die eigene Werkfeuerwehr habe tatkräftig unterstützt. Der außergewöhnlichen Belastung der Beschäftigten durch die Folgen des Hochwassers wolle man durch die Freistellungen Rechnung tragen, erklärte der Werkleiter.

Autor: Friedrich Oehlerking 

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