News | Geschäftsführung Betriebsrat
14.09.2016

Vorstand und Betriebsrat für Integration

Uwe Hück, Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Sportwagenherstellers Porsche AG und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, kann zufrieden sein: Betriebsrat und Vorstand, die ein Integrationsjahr für Flüchtlinge in eine Betriebsvereinbarung gegossen hatten, haben ihr Ziel, Flüchtlinge schnellstmöglich in Lohn und Brot zu bringen, erreicht. Das Integrationsjahr ist eine Vorstufe zur Ausbildung. Nach erfolgreicher Premiere, wird es im November 2016 zum zweiten Mal gestartet.

Integration Flüchtlinge Arbeitsmarkt© magele-picture /​ fotolia.com

Porsche bietet Chancen

Geschäftsführung Betriebsrat. Vorstand, Betriebsrat und IG Metall hatten das Porsche-Förderjahr vereinbart. Das Integrationsjahr ist die Vorstufe dazu. Seit vier Jahren werden je Ausbildungsjahr elf junge Menschen auf eine Ausbildung vorbereitet, die es sonst schwer hätten, eine Lehrstelle zu finden. Nun erhalten zusätzlich 15 Flüchtlinge durch das Integrationsjahr eine berufliche Chance. Außerdem fangen jedes Jahr 220 Auszubildende bei Porsche an.

Das erste Integrationsjahr war ein voller Erfolg

Elf von 13 Flüchtlingen können ab September gleich weiterarbeiten, die anderen müssen vorher noch ein Jahr die Schulbank drücken, ihre Sprachkenntnisse verbessern und die Ausbildungsreife erwerben. Die Teilnehmer waren höchst motiviert, dennoch bereitete die Verständigung, wie zu erwarten, Schwierigkeiten. Von Anfang an konnten sich die Flüchtlinge die technisch-gewerblichen Ausbildungsbereiche und Fachabteilungen anschauen und sich so praxisnah mit der deutschen Sprache vertraut machen. Ein Industrieunternehmen in der Größe von Porsche war für sie gänzlich ungewohnt.  Der Leiter der Berufsausbildung bei Porsche hat mit seinem Team und dem Ausbildungsausschuss des Betriebsrats das Integrationsjahr konzeptionell vorbereitet und umgesetzt.

Auf ein Neues

Im November 2016 beginnt Porsche ein weiteres Integrationsjahr. Dieses Mal mit 15 Flüchtlingen. Zehn Monate lang können sie ihre sprachlichen, kulturellen und handwerklichen Fähigkeiten stärken, um sich besser in den Arbeitsmarkt eingliedern zu können. Ihre Ziele: Ausbildung oder Job. Eine große Chance für alle, die mitmachen können, in Anbetracht der großen Zahl von Flüchtlingen ein Tropfen auf den heißen Stein – aber immerhin ein Anfang. Porsche kann zu Recht stolz auf das Erreichte sein.

Autor: Astrid Hedrich (Rechtsanwältin und Dozentin in Augsburg. Beschäftigt sich mit Wirtschaftsrecht.)

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