News | Mitbestimmung
16.06.2015

Verhandlungen Textildienstleister in zweiter Runde

Für die Beschäftigen bei den textilen Dienstleistern sind die Verhandlungen in der zweiten Runde. Andreas Köppel ist für die IG Metall mit dabei. „Die Unternehmen haben gut verdient“, sagt der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats bei dem Textil-Service-Unternehmen Bardusch in Ettlingen.

Textildienstleister© Kzenon /​ fotolia.com

Positive Ergebnisse dank guter Arbeit

Mitbestimmung. Nun müssen die Arbeitgeber liefern. Er erwarte, dass die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen, sagte Andreas Köppel, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei dem Textil-Service-Unternehmen Bardusch in Ettlingen, laut IG Metall. Sollte ihnen das bis Ende der Friedenspflicht nicht möglich sein, müsse in dieser Tarifrunde noch mehr Bewegung von den Beschäftigten eingebracht werden.

Fünf Prozent mehr Einkommen

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Einkommen. Zudem will sie die Altersteilzeit fortsetzen. Für Köppel finanzierbare Forderungen. Die wirtschaftlichen Rahmendaten seien in den letzten Monaten sehr gut gewesen. Auch für das nächste Jahr seien die Prognosen günstig. Köppel: „Die Unternehmen haben gut verdient.“ Das hätten sie vor allem der guten Arbeit ihrer Beschäftigten zu verdanken. Das gelte auch für sein Unternehmen Bardusch. Köppel: „Aus meiner Sicht ist die Forderung nach fünf Prozent mehr Geld eine faire Beteiligung am Erfolg.“

Arbeitgeber sehr bedeckt

Laut IG Metall halten sich die Arbeitgeber sehr bedeckt bis ablehnend zur geforderten Altersteilzeit. Die Gewerkschaft möchte weiterführen. Diese Forderung hat auch für Köppel einen „sehr hohen Stellenwert bei unseren Beschäftigten“. Köppel zufolge sind in weiten Bereichen die Arbeitsbedingungen dieser Branche sehr hart. Unter diesen Bedingungen bis 65 oder gar noch länger arbeiten zu müssen, werde für viele kaum möglich sein. Köppel: „Wir brauchen deshalb unbedingt dieses Instrument, um einen vorzeitigen Ausstieg zu organisieren.“

Altersteilzeit bei Bardusch

Bei Bardusch gibt es laut Köppel die doppelte Anzahl an Anträgen für eine Altersteilzeit wie durch die bisherige Regelung Plätze angeboten werden. Das zeige den hohen Bedarf und die Akzeptanz der bisherigen tarifvertraglichen Regelung. Köppel: „Deshalb brauchen wir mindestens eine Quote wie bisher, um einem Großteil der Antragsteller einen Anspruch zu gewährleisten.“

Autor: Friedrich Oehlerking (Friedrich Oehlerking ist erfahrener Journalist und berät Betriebsräte bei ihrer Pressearbeit.)

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