06.04.2016

Urlaub

Der Urlaubsanspruch ist in der Regel im Arbeitsvertrag festgelegt oder ergibt sich aus dem Tarifvertrag. Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen jährlichen Mindesturlaub, der im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt ist.

Der Urlaub soll die schönste Zeit des Jahres sein. In vielen Betrieben löst das Thema Urlaub jedoch schon im Vorfeld Konflikte aus. Wie viel Urlaub steht dem Einzelnen zu? Unter welchen Umständen darf Urlaub verweigert werden? Darf der Arbeitgeber Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückholen? Wann gilt der Urlaub als genehmigt? Was passiert bei einer Erkrankung während des Urlaubs? Dies sind nur einige Fragen, die jedes Jahr in Deutschlands Betrieben wieder auftauchen. Der Betriebsrat kann maßgeblich zur Klärung beitragen, indem er die Beschäftigten über ihre Rechte informiert, seine Mitbestimmungsrechte nutzt und gemeinsam mit dem Arbeitgeber verbindliche Regelungen schafft.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Jeder Arbeitnehmer hat nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.

  • Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage. Jugendliche und Schwerbehinderte haben Zusatzurlaubsansprüche.

  • Grundsätzlich soll der Urlaub zusammenhängend gewährt werden. Wird der Urlaub geteilt, muss ein Urlaubsteil mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen.

  • Endet das Arbeitsverhältnis, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Bescheinigung über den im laufenden Jahr schon gewährten Urlaub aushändigen.

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa

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