Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 06.04.2016

Streik

Ein Streik ist ein Mittel des Arbeitskampfes. Kollektiv wird die Arbeit niedergelegt und die vertraglich vereinbarten Arbeitsleistungen werden nicht mehr erbracht. Die Gewerkschaften führen den Streik auf der einen Seite, auf der anderen der Arbeitgeber oder der Arbeitgeberverband. Bei der Auseinandersetzung geht es um arbeitsrechtliche Gestaltungs- und Regelungsfragen. Wichtigstes Arbeitskampfmittel seitens der Arbeitgeber ist die Aussperrung. Meistens ist das Ziel der Abschluss eines Tarifvertrags. Wenn sich die Tarifparteien im Rahmen von Verhandlungen und Schlichtung nicht einigen konnten, kann der Abschluss des Tarifvertrags durch einen Arbeitskampf erzwungen werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Streiks dürfen sich nur auf solche Ziele richten, die auch Gegenstand eines Tarifvertrags sein können.

  • Es muss sich immer um die Durchsetzung von Arbeitsbedingungen handeln, die einen kollektiven Charakter haben. Individualinteressen können nicht per Streik durchgesetzt werden.

  • Die Friedenspflicht ist zu beachten, d.h., dass es während der Laufzeit eines Tarifvertrags keinen Arbeitskampf geben darf.

  • Alle Verhandlungsmöglichkeiten müssen vorab ausgeschöpft werden.

  • Ein Streik muss fair bleiben. Er darf nicht auf die wirtschaftliche Vernichtung des Kampfgegners zielen.

  • Bei einem Warnstreik findet nur eine vorübergehende Arbeitsniederlegung statt.

  • Es handelt sich um einen Bummelstreik, wenn die Arbeitspflicht in Teilen gar nicht oder zumindest nur schlecht erfüllt wird.

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa

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