Lexikonstichwort | Beitrag aus „Wirtschaftliche Angelegenheiten“ 23.05.2016

Standortwechsel (Verlegung)

Zieht der Arbeitgeber um, spricht man von einer Betriebsverlegung. Die Ursachen für einen solchen Umzug sind vielfältig. Die von den Unternehmern am häufigsten genannten Gründe sind die Vermeidung langer Transporte, die Senkung von Fixkosten und die Nutzung von Synergieeffekten. Für die Belegschaft hat die Verlegung des Betriebs, abhängig von der Entfernung zwischen altem und neuem Standort, mal mehr und mal weniger schwerwiegende Konsequenzen. In diesem Beitrag erhalten Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Betriebsverlegung. Sie erfahren, wann eine Verlegung vorliegt, ob der Betriebsrat Einfluss auf die Unternehmensentscheidung nehmen kann und welche Rechte die Beschäftigten bzw. die Arbeitnehmervertretung haben.

Erläuterung

Die Rechtsprechung definiert die Betriebsverlegung bzw. Verlegung eines wesentlichen Betriebsteils als jede wesentliche, nicht nur geringfügige Veränderung der örtlichen Lage des Betriebs oder Betriebsteils. Eine Betriebsverlegung oder Betriebsverlagerung führt also dazu, dass die Arbeitnehmer an einem anderen Ort als bisher ihre Arbeit verrichten müssen. Um als Betriebsänderung zu gelten, genügen geringfügige Änderungen ohne wirtschaftliche Auswirkungen auf die betroffenen Beschäftigten wie z.B. der Umzug des Betriebes auf die andere Straßenseite oder der Umzug innerhalb desselben Gebäudes nicht. Die Voraussetzungen einer Betriebsänderung liegen aber vor, wenn der neue Standort in derselben Großstadt liegt und 4,3 km vom bisherigen entfernt …

Autor: Ernst Schneider

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