News | Geschäftsführung Betriebsrat
08.06.2016

Stärkung des Dualen Systems weiter im Fokus

Seit anderthalb Jahren gibt es sie, die Allianz für Aus- und Weiterbildung aus Politik, Gewerkschaften und Arbeitgebern. Jetzt zogen die Partner eine erste Bilanz. Sie fiel positiv aus. Für die nächsten Jahre hat man sich auf zehn zentrale Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung verständigt.

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Geschäftsführung Betriebsrat. Die Ziele sind einigermaßen ehrgeizig. Es geht den Partnern dabei neben Einheimischen vor allem auch um Flüchtlinge. Für sie hat man sich ein umfangreiches Programm vorgenommen, alles soll besser werden:

  • betriebliche Ausbildungsplätze,
  • Instrumenten für die Ausbildung,
  • Passung auf dem Ausbildungsmarkt,
  • dualen Ausbildung,
  • berufliche Bildung und deren Attraktivität,
  • Leistung Jugendlicher,
  • Qualifikationen,
  • Datenlage bei Flüchtlingen,
  • Nachqualifizierung,
  • Berufsschulen und die Sprachvermittlung dort,
  • duale Ausbildung für die digitale Zukunft,
  • der Erfahrungsaustausch sowie
  • die Werbung für duale Ausbildung.

Hochwertiges duales Ausbildungssystem

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung wurde im Dezember 2014 geschlossenen. In ihr engagieren sich Bund, Bundesagentur für Arbeit, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften für ein qualitativ hochwertiges duales Ausbildungssystem. Es soll leistungsstarke Jugendliche, junge Menschen mit schlechteren Startchancen, Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Behinderung gleichermaßen in betriebliche Ausbildung integrieren. Vorrang hat dabei die Ausbildung im Betrieb.

Stärkung der dualen Ausbildung

Erklärtes Ziel der Allianzpartner ist die Stärkung der dualen Ausbildung und der beruflichen Weiterbildung. Dies habe man bereits in den zurückliegenden Monaten mit Nachdruck verfolgt. Man habe überdies die Beschäftigungschancen junger Menschen verbessert und so einen Beitrag zur Fachkräftesicherung geleistet.

Positive Bilanz des aktuellen Ausbildungsmarktes

Die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt sehen die Allianzpartner insgesamt positiv. Als Beispiel nennen sie die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge. Sie sei erstmals seit 2011 wieder stabil.

Herausforderung: 20.700 Jugendliche 2015 ohne Ausbildungsplatz

Der Ausbildungsmarkt stehe allerdings vor Herausforderungen. So haben im Jahr 2015 rund 20.700 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz gefunden. Rund 60.100 Jugendliche suchten nach alternativen Maßnahmen einen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig stieg den Angaben zufolge die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze auf 41.000. Das betriebliche Angebot und die Nachfrage der Jugendlichen zusammenzuführen – insbesondere regional und branchenspezifisch – bleibe daher eine wesentliche Aufgabe.

Perspektiven von Flüchtlingen

Mit ihrer Erklärung „Gemeinsam für Perspektiven von Flüchtlingen“ haben die Allianz-Partner zudem frühzeitig auf die Zuwanderung vor allem junger Menschen nach Deutschland reagiert. Zu deren Unterstützung hätten sie konkrete Maßnahmen in Berufsvorbereitung und Ausbildung vereinbart.

Integrationsgesetz im Sinne der Allianz

Mit dem geplanten Integrationsgesetz würden zentrale Anliegen der Allianzpartner auf den Weg gebracht. Künftig hätten Asylbewerber und Geduldete sowie deren Ausbildungsbetriebe die Sicherheit, dass Auszubildende während und im unmittelbaren Anschluss an eine erfolgreich absolvierte Ausbildung bei einem nachfolgenden Beschäftigungsverhältnis in Deutschland bleiben dürfen. Hierfür wird es keine Altersgrenze zur Aufnahme einer qualifizierten Ausbildung mehr geben.

Autor: Friedrich Oehlerking 

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