Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“
08.04.2016

Sprecherausschuss

Business Team Achievement Success Mission Concept© Rawpixel /​ Fotolia

Der Sprecherausschuss ist die Interessenvertretung der leitenden Angestellten eines Betriebs bzw. Unternehmens. Er entspricht damit etwa dem Betriebsrat der übrigen Arbeitnehmer, hat aber im Gegensatz zu diesem lediglich Informations- und Beratungsrechte. Voraussetzung für die Bildung eines Sprecherausschusses ist, dass mindestens zehn leitende Angestellte regelmäßig im Betrieb oder Unternehmen tätig sind. Als leitende Angestellte definiert der Gesetzgeber Personen, die der Sphäre der Unternehmensleitung zuzuordnen sind, also leitende Aufgaben wahrnehmen und im Wesentlichen weisungsfrei handeln. Da das Betriebsverfassungsrecht für leitende Angestellte keine Rechte vorsieht, wurde ein Gesetz über Sprecherausschüsse der leitenden Angestellten verabschiedet, um auch diesem Personenkreis eine eigenständige Interessenvertretung im Unternehmen zu ermöglichen.

Voraussetzungen

Sprecherausschüsse werden in Betrieben mit in der Regel mindestens zehn leitenden Angestellten gewählt, sofern bislang ein gesetzlicher Sprecherausschuss nicht bestand. Über die Errichtung beschließt die Mehrheit der leitenden Angestellten, vgl. § 7 Abs. 2 SprAuG.

Betriebsübergreifende Sprecherausschüsse gibt es auch, sie sind zu wählen in Betrieben mit in der Regel weniger als 20 leitenden Angestellten. In diesem Fall gelten die leitenden Angestellten als Angestellte des räumlich nächstgelegenen Betriebs mit mehr als zehn leitenden Angestellten (§ 1 Abs. 2 SprAuG). Sinn dieser gesetzlichen Regelung …

Autor: WEKA Redaktion 

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