Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“
08.04.2016

Sozialauswahl

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Die Sozialauswahl ist die Auswahl zwischen denjenigen Arbeitnehmern, denen beim Ausspruch einer betriebsbedingten Kündigung beim Vorliegen dringender betriebliche Gründe die Kündigung droht. Die ordnungsgemäße Durchführung der Sozialauswahl durch den Arbeitgeber ist sowohl in individualarbeitsrechtlichem Sinn im KSchG als auch im kollektivarbeitsrechtlichen Sinn im BetrVG sehr bedeutsam.

Bedeutung

Nach § 1 Abs. 3 Satz 1 KSchG ist eine aus dringenden betrieblichen Erfordernissen ausgesprochene Kündigung sozial ungerechtfertigt, wenn der Arbeitgeber bei der Auswahl des Arbeitnehmers die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Lebensalter, die Unterhaltspflichten und die Schwerbehinderung des Arbeitnehmers nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt hat.

Das Betriebsverfassungsgesetz gibt dem Betriebsrat in § 102 Abs. 3 Nr. 1 BetrVG das Recht, der ordentlichen Kündigung eines Arbeitnehmers zu widersprechen, wenn der Arbeitgeber bei der Auswahl des zu kündigenden Arbeitnehmers soziale Gesichtspunkte nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt hat.

Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen

Die Sozialauswahl ist nur ein Teilaspekt innerhalb der Prüfung der betriebsbedingten Kündigung, jedoch aus Sicht der Arbeitnehmer sicherlich der für sie wichtigste, da sie hier aufgrund der Kenntnisse über ihre eigenen persönlichen und sozialen Umstände sowie die der Kollegen die Ordnungsgemäßheit der Sozialauswahl zumindest auf ihre Plausibilität hin prüfen können und Unrichtigkeiten …

Autor: WEKA Redaktion

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