Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“ 20.12.2016

Schwerbehindertenvertretung

Die Schwerbehindertenvertretung soll die Interessen schwerbehinderter Menschen in einem Unternehmen wahrnehmen und ihre Eingliederung in den jeweiligen Betrieb fördern. Sie ist hauptsächlich für die schwerbehinderten Mitarbeiter da und soll sie beraten und fördern. Diese Arbeit erfordert rechtlich fundiertes Wissen, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein.

Rechtliche Voraussetzungen

Die Schwerbehindertenvertretung ist die gewählte Interessenvertretung der schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten (§§ 94 bis 97 SGB IX). Im SGB IX wird auch der Begriff „Vertrauensperson“ synonym verwendet. Die Schwerbehindertenvertretung besteht aus einer Vertrauensperson und ihrem Stellvertreter.

Wahl zur Schwerbehindertenvertretung

Nach § 94 Abs. 1 SGB IX ist eine Schwerbehindertenvertretung in Betrieben, Dienststellen und Unternehmen zu wählen, in denen mindestens fünf schwerbehinderte Menschen nicht nur vorübergehend beschäftigt sind. Gewählt werden eine Vertrauensperson der schwerbehinderten Mitarbeiter und mindestens ein Stellvertreter.

Hinweis

Als schwerbehindert gilt, wer einen Grad der Behinderung von mindestens 50 und seinen Wohnsitz oder seine Beschäftigung im Bundesgebiet hat. Unter bestimmten Umständen können Menschen mit einem Behinderungsgrad von weniger als 50, aber mehr als 30, Schwerbehinderten gleichgestellt sein. Diese Gleichstellung wird bei der Agentur für Arbeit beantragt.

Sinkt die Zahl der regelmäßig beschäftigten schwerbehinderten Mitarbeiter …

Autor: Claudia Ehrenfeuchter

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