Lexikonstichwort | Beitrag aus „Kommentierte Betriebsvereinbarungen - online“ 07.04.2016

Schwerbehindertenförderung

Jeder kann schwerbehindert werden. Eine schwere Erkrankung kann da schon reichen. Davor ist niemand sicher.

Um so trauriger ist es, dass viele Arbeitgeber Schwerbehinderte geradezu „links liegen lassen“, denn auch der „Chef“ ist nicht davor sicher, vielleicht einmal schwerbehindert zu werden.

Arbeitgeber verschenken dabei auch viel wertvolles Kapital, denn Schwerbehinderte sind meist motivierter als „normale“ Arbeitnehmer. Und „schwerbehindert“ ist nicht gleichzusetzen mit „arbeitsunfähig erkrankt“. Dass Schwerbehinderte stets häufiger und länger erkranken als „normale“ Arbeitnehmer lässt sich tatsächlich statistisch nicht belegen.

Einführung zum Thema

Es gibt für die Einstellung und Beschäftigung von Schwerbehinderten viele staatliche Zuwendungen, etwas durch die Arbeitsagenturen, wenn ein schwerbehinderter Arbeitsloser eingestellt wird, und etwa von den Integrationsämtern, wenn eine besondere behindertengerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes erforderlich ist.

Zudem sind Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen verpflichtet, wenigstens an 5 % der Arbeitsplätze Schwerbehinderte zu beschäftigen (§ 71 SGB IX; SGB = Sozialgesetzbuch). Erfüllen sie die Quote nicht, so haben sie eine Ausgleichsabgabe nach § 77 SGB IX zu leisten.

Es spricht also viel für die Beschäftigung und Förderung von Schwerbehinderten.

Integrationsvereinbarung abschließen

Nach § 83 SGB IX haben Arbeitgeber mit der Schwerbehindertenvertretung (sofern es eine gibt) und dem Betriebsrat eine Integrationsvereinbarung …

Autor: Marc Hessling

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