08.04.2016

Schwerbehinderte

Schwerbehinderte Menschen bedürfen aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines besonderen Schutzes, um die Nachteile zu kompensieren und ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Im Arbeitsrecht geht es dabei im Wesentlichen um die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben und um den Schutz vor ungerechtfertigtem Verlust des Arbeitsplatzes.

Das Sozialgesetzbuch Neunter Teil (SGB IX) regelt, wer schwerbehindert ist, bestimmt die wesentlichen Rechte schwerbehinderter Bewerber/Beschäftigter gegenüber dem Arbeitgeber und formuliert besondere Fürsorgepflichten gegenüber schwerbehinderten Menschen.

Die Aufgabe des Betriebsrats ist es, auf die Verwirklichung der Rechte der schwerbehinderten Menschen hinzuwirken und deren Eingliederung in das Arbeitsleben zu fördern.

Rechtliche Voraussetzungen

Der Schutz und die Förderung schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben ist im Sozialgesetzbuch Neunter Teil (SGB IX) – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – geregelt. Teil 2 (§§ 68 ff. SGB IX) umfasst das sog. Schwerbehindertenrecht.

Wer gilt als schwerbehindert?

Nach § 2 Abs. 2 SGB IX gilt ein Mensch als schwerbehindert, wenn bei ihm ein Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 50 vorliegt und er seinen Wohnsitz, seinen gewöhnlichen Aufenthalt oder seine Beschäftigung auf einem Arbeitsplatz i.S.d. § 73 SGB IX rechtmäßig im Geltungsbereich des SGB IX hat.

Abgrenzung Behinderung

In Abgrenzung hierzu spricht das Gesetz von …

Autor: Andrea Jörger

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