08.04.2016

Schulung

Schulungs- und Bildungsveranstaltungen i.S.v. § 37 Abs. 6, Abs. 7 BetrVG sind Fortbildungsmaßnahmen für Betriebsratsmitglieder. Dort wird Ihnen entweder das für Ihre Arbeit erforderliche Wissen (§ 37 Abs. 6 BetrVG) vermittelt. Oder Sie können Ihren Schulungsanspruch nach § 37 Abs. 7 BetrVG mit dem Besuch geeigneter Seminare wahrnehmen. An den Weiterbildungen können Gremiumsmitglieder ohne Entgeltminderung während der Arbeitszeit teilnehmen. Der Grund für diese Vorschriften ist das Streben des Gesetzgebers nach „intellektueller Waffengleichheit“. Denn der Betriebsrat soll ein gleichgewichtiger Gesprächs- und Verhandlungspartner des Arbeitgebers sein, und das nicht nur in mitbestimmungspflichtigen Angelegenheiten.

Bedeutung für die Betriebsratsarbeit

Um seine gesetzliche Aufgabe erfüllen zu können, also die Interessen der Belegschaft zu vertreten, muss der Betriebsrat im Grunde genauso viel wissen wie die Mitglieder der Geschäftsleitung und der Personalabteilung. Dabei geht es nicht nur um rechtliches und betriebswirtschaftliches Fachwissen, sondern auch um Weiterbildungen in Rhetorik, Verhandlungsführung, Konfliktlösung etc. Somit ist die Teilnahme an Schulungsveranstaltungen nicht nur ein Recht, sondern auch eine Verpflichtung. Gerade erstmals gewählte Betriebsräte müssen sich am Anfang in die Betriebsratsarbeit einfinden und sich viele neue Kenntnisse aneignen. Aber auch in der Folgezeit ist effektive Interessenvertretung nur möglich, wenn die Mitglieder des Gremiums …

Autor: WEKA Redaktion

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