Lexikonstichwort | Beitrag aus „Kommentierte Betriebsvereinbarungen - online“ 07.04.2016

Schonarbeitsplatz

Gerade dort, wo die körperlichen Belastungen für Arbeitnehmer bei der Arbeit hoch sind, stellt sich oft die Frage, wie man mit Arbeitnehmern und deren gesundheitlichen Einschränkungen umgeht, wenn sich deren gesundheitliche Einschränkungen im Laufe der Jahre zu mehren beginnen.

Einführung zum Thema

Henriette Uhlmann ist 57 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und ist examinierte Altenpflegerin von Beruf. Sie arbeitet in einem Düsseldorfer Alten- und Pflegeheim. Fast 40 Berufsjahre, verbunden mit dem Heben und Tragen der Patienten und Bewohner, z.B. beim Lagern, Waschen, Duschen, Baden und Mobilisieren der Pflegebedürftigen, und das in Wechselschicht, haben bei ihr inzwischen gesundheitliche Spuren hinterlassen. Die Gelenke und vor allem die Bandscheiben wollen nicht mehr. Nach mehreren Bandscheibenvorfällen haben ihr die Ärzte eröffnet, dass sie in ihrem erlernten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Heben und Tragen und Arbeiten in Zwangshaltungen soll sie auf jeden Fall meiden. In so einer Situation ist guter Rat teuer: Für die Rente zu jung und für den Arbeitsmarkt … na ja, die Antwort kennt wohl jeder.

Gut, wenn in so einer Situation wenigstens ein Arbeitsplatz als Pförtnerin am Empfang, in der Hauswirtschaft oder im sozialen Dienst des Heims frei ist. Den kann sie nämlich noch wahrnehmen, weil sie dort nicht mehr schwer heben oder tragen muss. Andernfalls drohte ihr nach so langen Berufsjahren tatsächlich im schlimmsten Fall die krankheitsbedingte Kündigung.

Henriette …

Autor: Marc Hessling

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