08.04.2016

Sachverständiger

Im betriebsverfassungsrechtlichen Sinn versteht man unter einem Sachverständigen eine kundige Person, die dem Betriebsrat die ihm fehlenden fachlichen und rechtlichen Kenntnisse (schriftlich oder mündlich) vermittelt, damit sich die Zusammenarbeit des Betriebsrats im Rahmen der Betriebsverfassung mit dem Arbeitgeber sachgemäß vollzieht. Dies sind zum Beispiel Techniker, Rechtsanwälte oder Betriebswirte, aber auch Mediziner oder Steuerberater. Die vom Betriebsrat hinzugezogenen Sachverständigen unterliegen nicht der Neutralitätspflicht. Das heißt, sie dürfen den Betriebsrat konkret bei der Wahrung seiner betriebsratsspezifischen Interessen mit Fachwissen unterstützen. Der Sachverständige unterliegt der Geheimhaltungspflicht nach § 79 BetrVG.

Berater, Auskunftspersonen und sachkundige Arbeitnehmer

Berater

Keine Sachverständigen im betriebsverfassungsrechtlichen Sinne sind die sog. Berater im Sinne von § 111 Abs. 1 Satz 2 BetrVG. Nach dieser Vorschrift hat der Unternehmer den Betriebsrat über geplante Betriebsänderungen, die wesentliche Nachteile für die Belegschaft oder erhebliche Teile der Belegschaft zur Folge haben können, rechtzeitig und umfassend zu unterrichten und die geplanten Betriebsänderungen mit dem Betriebsrat zu beraten. In Unternehmen mit mehr als 300 Arbeitnehmern kann der Betriebsrat zu seiner Unterstützung einen Berater hinzuziehen. Auf diese Weise erweitert § 111 Abs. 1 Satz 2 BetrVG die Vorschrift des § 80 Abs. 3 BetrVG, indem er dem Betriebsrat die …

Autor: WEKA Redaktion

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