07.04.2016

Rufbereitschaft

Eine weitere Möglichkeit, Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, ist die Rufbereitschaft. Hierbei spart vor allem der Arbeitgeber Arbeitslohn, da die Zeiten, in denen sich ein Arbeitnehmer lediglich bereithält, regelmäßig geringer vergütet werden als die Zeiten, in denen er tatsächlich im Rahmen der Rufbereitschaft zur Arbeit gerufen wird.

Einführung zum Thema

Definition

Als Rufbereitschaft bezeichnet man die Verpflichtung des Arbeitnehmers, sich außerhalb seiner regelmäßigen Arbeitszeit an einem vom Arbeitnehmer selbst bestimmten Ort, den er dem Arbeitgeber jedoch angeben muss, für einen möglichen Abruf zur Arbeitsleistung bereitzuhalten (BAG, 26.02.1958 – 4 AZR 388/55 –, in: AP Nr. 3 zu § 7 „AZO“; BAG, 28.04.1971 – 4 AZR 538/68 –, in: AP Nr. 2 zu § 611 BGB „Arbeitsbereitschaft“; Linnartz/Hessling, BetrVG, 1. Aufl., § 87 Rn. 138).

Der Arbeitnehmer muss sich nicht an seinem Arbeitsplatz aufhalten; würde dies von ihm verlangt, würde es sich begrifflich nicht um eine Rufbereitschaft, sondern um eine Arbeitsbereitschaft handeln. Die Rufbereitschaft beginnt zu dem Zeitpunkt, von dem ab der Arbeitnehmer verpflichtet ist, auf Anforderung des Arbeitgebers die Arbeit aufzunehmen, und endet zu dem Zeitpunkt, in dem diese Verpflichtung endet.

Die Rufbereitschaft darf nicht mit anderen Zeiten der Bereitschaft, sog. Dienstbereitschaften, verwechselt werden. Im öffentlich-rechtlichen Arbeitszeitrecht wird deshalb zwischen folgenden Formen unterschieden:

  • Arbeitsbereitschaft (Bereithalten …

Autor: Marc Hessling

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