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15.12.2015

Rentenbeiträge bleiben stabil

Nach einem Beschluss der Bundesregierung sollen die Rentenbeiträge für 2016 voraussichtlich bei 18,7 Prozent bleiben. Die Rente soll aber nach Berechnungen des Rentenversicherungsberichts zum 01.07.2016 um 4,4 Prozent in den alten und um fünf Prozent in den neuen Bundesländern steigen.

Rente mit 63© Fuse /​​​​​​​​​​​​​ Artikelnummer: 84214602 /​​​​​​​​​​​ ​​​​​​Thinkstock

Der Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung enthält Angaben zu Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung und gibt außerdem einen Ausblick auf die Finanzentwicklung der nächsten 15 Jahre.

Nach dem in der Rentenversicherung bestehenden Umlageverfahren werden die monatlichen Beitragszahlungen und Einnahmen sogleich für die laufenden Ausgaben eingesetzt. Die Nachhaltigkeitsrücklage soll sowohl Schwankungen im Beitragsaufkommen als auch konjunkturelle Schwankungen auffangen. Das Gesetz schreibt vor, dass sie mindestens 0,2 durchschnittliche Monatsausgaben der Rentenversicherung betragen muss. Ihr oberer Zielwert (Höchstrücklage) soll 1,5 Monatsausgaben nicht überschreiten.

Rentenbeiträge könnten zunächst gehalten werden

Im Herbst eines jeden Jahres wird berechnet, ob am Ende des Folgejahres eine Über- oder Unterschreitung droht. Wird dabei festgestellt, dass die Nachhaltigkeitsrücklage das 1,5-Fache einer durchschnittlichen Monatsausgabe überschreitet, wird der Beitragssatz für das Folgejahr gesenkt. Ergeben die Berechnungen eine Unterschreitung, wird der Beitragssatz erhöht. Für 2016 sieht das laut Rentenversicherungsbericht folgendermaßen aus: Die Nachhaltigkeitsrücklage liegt stabil an ihrem oberen Grenzwert, deswegen kann der Beitrag für 2016 bei 18,7 Prozent bleiben. Nach den Prognosen bleibt die Nachhaltigkeitsrücklage bis 2020 auf diesem Niveau. Für den Beitragssatz bedeutet dies, dass er bis zum Jahr 2020 bei 18,7 Prozent gehalten werden könnte. Erst längerfristig steigt er schrittweise über 20,4 Prozent im Jahr 2025 an, bis auf 21,5 Prozent im Jahr 2029.

Rentenerhöhung erwartet

Der Rentenversicherungsbericht beleuchtet auch die Altersbezüge für Rentnerinnen und Rentner. Sie könnten ab Juli 2016 um 4,4 Prozent in den alten und fünf Prozent in den neuen Bundesländern steigen. Eine so kräftige Erhöhung gab es in den neuen Bundesländern zuletzt 1997. Damals erhielten Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland ein Plus von 5,5 Prozent. In den alten Bundesländern liegt eine derartig deutliche Erhöhung noch länger zurück: Zum 01.07.1993 gab es in Westdeutschland 4,36 Prozent mehr Rente.

Autor: Werner Plaggemeier 

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