News | Personalrat
18.01.2016

Rente mit 63 sehr gefragt, jetzt kommt mehr Flexibilisierung

Die vor eineinhalb Jahren eingeführte Rente mit 63 und 45 Versicherungsjahren ist sehr gefragt. Allein in 2015 haben 221.000 Menschen einen Antrag auf das vorgezogene Ruhestandsgeld gestellt, wie der Vorstandschef der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) auf deren Vertreterversammlung mitteilte. Bis Ende Oktober 2015 hätten insgesamt 427.000 Menschen die Möglichkeit genutzt, ab 63 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen. Nun sollen Regelungen geschaffen werden, die einen Verbleib im Arbeitsleben belohnen.

Rente mit 63© Fuse /​​​​​​​​​​​​​ Artikelnummer: 84214602 /​​​​​​​​​​​ ​​​​​​Thinkstock

2014 wurden die Rente mit 63 und die verbesserte Mütterrente beschlossen. Der Kompromiss der Koalition im Bundestag sah damals aber vor, den Eintritt in den Ruhestand flexibler zu gestalten. Dazu liegt seit Kurzem ein Konzept vor. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatte wiederholt kritisiert, dass die Rente mit 63 die Zahl älterer Facharbeiter ausgedünnt habe. Nun ist vorgesehen, dass Menschen, die bereits mit 63 aus dem Erwerbsleben ausscheiden und dabei Abschläge in Kauf nehmen, mehr von einem eventuellen Zuverdienst behalten können. Zudem soll es attraktiver werden, nach Erreichen des regulären Rentenalters zusätzlich zur Rente etwa in Teilzeit weiterzuarbeiten.

Vorschläge zur Flexibilisierung der Rente mit 63

Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) forderte, die geplante Reform zeitlich gestaffelt in Kraft zu setzen. So sei die Neuregelung der Hinzuverdienstgrenzen technisch sehr aufwendig und solle nicht vor dem 1. Juli 2017 in Kraft treten. Andere Vorschläge der Koalitionsarbeitsgruppe seien deutlich früher umsetzbar, etwa die geplante Ergänzung der Renteninformation mit Hinweisen, wie sich ein Hinausschieben des Rentenbeginns lohnen kann oder wie eine vorzeitige Inanspruchnahme von Renten wirkt.

Autor: Werner Plaggemeier 

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