Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“
08.04.2016

Probezeit

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Die Vereinbarung einer Probezeit am Anfang des Arbeitsverhältnisses ist heute gang und gäbe. Damit haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Möglichkeit, sich kennen zu lernen. Und der Arbeitgeber kann testen, ob sich der neue Kollege tatsächlich bewährt. Für Arbeitnehmer, die vorher eine Ausbildung im Betrieb gemacht haben, kann keine Probezeit vereinbart werden – es sei denn, sie übernehmen einen neuen Aufgabenbereich.

Dauer

In § 622 Abs. 3 BGB ist die Probezeit geregelt. In der Regel beträgt die Probezeit sechs Monate. Bei Ausbildungsverhältnissen dürfen vier Monate nicht überschritten werden.

Achtung

Von der Probezeit zu unterscheiden ist die Wartezeit des § 1 KSchG.

Kündigungsfrist

Im Grunde gelten für das Arbeitsverhältnis während der Probezeit dieselben Vorschriften wie für „normale“ Arbeitsverhältnisse. Allerdings gibt es auch einige Besonderheiten:

Naturgemäß ist die Kündigungsfrist während der Probezeit sehr kurz. In der Regel beträgt sie nur zwei Wochen, § 622 Abs. 3 BGB. Gekündigt werden kann an jedem Tag des Monats. Besteht das Arbeitsverhältnis schon sechs Monate, ist das Kündigungsschutzgesetz wegen Ablaufs der Wartezeit anwendbar. Eine Kündigung ist dann nicht mehr so leicht möglich, insbesondere bedarf es eines Kündigungsgrundes. Bei besonders schutzbedürftigen Personengruppen sind zusätzliche Kündigungshindernisse – bzw. -erschwernisse vorgesehen. So muss bei Schwangeren während einer vorgeschalteten Probezeit die Zustimmung der obersten für den …

Autor: WEKA Redaktion

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