Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 06.04.2016

Probezeit

Unter der Probezeit versteht man einen begrenzten Zeitraum zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses, um zu erproben, ob Arbeitsplatz, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenpassen. Während einer Probezeit ist es für beide Vertragsparteien möglich, eine einfache und schnelle Beendigung des Arbeitsverhältnisses herbeizuführen. Eine Probezeit kann auch in Form eines befristeten Probearbeitsverhältnisses vereinbart werden. Geregelt ist die Probezeit in § 622 Abs. 3 und 4 BGB und für Berufsausbildungsverhältnisse in § 20 BBiG.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Man kann entweder eine Probezeit oder ein befristetes Probearbeitsverhältnis vereinbaren. Beides erfüllt den Zweck, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer besser kennenlernen und prüfen können, ob sie ein längerfristiges Arbeitsverhältnis eingehen wollen.

  • Nach Ablauf der Probezeit läuft das Arbeitsverhältnis mit den üblichen Kündigungsfristen weiter, wenn nicht gekündigt wurde.

  • Bei befristeten Probearbeitsverhältnissen läuft der Vertrag aus, wenn der vereinbarte Endtermin erreicht wurde – es sei denn, es wird vertraglich eine Fortsetzung vereinbart.

  • Eine Probezeit muss ausdrücklich zwischen den Arbeitsvertragsparteien vereinbart werden.

  • Auch in befristeten Arbeitsverhältnissen ist die Vereinbarung einer Probezeit möglich und zulässig.

  • Eine Probezeit wird meistens für die Dauer von drei bis maximal sechs Monaten vereinbart.

  • Ohne eine gesonderte Vereinbarung unterliegt das Arbeitsverhältnis keiner Probezeit.

  • Während der …

Autor: Cecilia Hardenberg

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ jetzt 30 Minuten live testen!