23.11.2016

Praktikum: Wenn Praktikanten als Arbeitnehmer arbeiten

In manchen Unternehmen werden reguläre Arbeitsstellen, auf denen unbefristet Beschäftigte arbeiten könnten, mit Praktikanten besetzt. Gerne werden die Praktikantenverträge auch mehrfach verlängert. Eine solche Vorgehensweise kann im Betrieb nur verhindert werden, wenn mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zustande kommt, die den Einsatz von Praktikanten im Betrieb präzise und verbindlich regelt.

Betriebsvereinbarung

Der Betriebsrat kann dafür nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG eine Betriebsvereinbarung mit dem Arbeitgeber abschließen, die u.a. eine angemessene Vergütung der Praktikanten festschreibt. Auch für Praktikanten spielt die Vergütung eine besondere Rolle, da sie für die Dauer des Praktikums meist keiner anderen bezahlten Beschäftigung nachgehen können. Wenn sie nicht auf die Unterstützung ihrer Eltern oder auf Erspartes zurückgreifen können, brauchen sie eine Bezahlung zur Sicherung ihrer Existenz. Gerade wenn Praktikanten eine gewisse Leistung erbringen, sollte man sie zumindest vergleichbar mit einem Auszubildendenlohn vergüten. Die Höhe kann je nach Qualifikation des Praktikanten variieren. Sie als Betriebsrat sollten neben der Bezahlung die sonstigen betrieblichen Komponenten für den Abschluss einer Betriebsvereinbarung „Praktikum“ im Auge behalten: In der Kantine sollten Praktikanten zum Mitarbeiterpreis essen können, Angebote der betrieblichen Gesundheitsvorsorge sollten auch Praktikanten offenstehen etc.

Strategietipp

In der Betriebsvereinbarung sollte …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa

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