Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 06.04.2016

Pflegezeit

Mit der Pflegezeit soll die bessere Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege erreicht werden. Grund dafür ist die demografische Entwicklung, die einen steigenden Betreuungsbedarf erwarten lässt. Das „Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf“ sieht für eine zehntägige Auszeit die Zahlung eines Pflegeunterstützungsgeldes vor. Beschäftigte, die sich nach dem Pflegezeitgesetz (PflegeZG) für eine bis zu sechsmonatige teilweise oder vollständige Freistellung entscheiden, haben einen Anspruch auf Förderung durch ein zinsloses Darlehen vom Staat.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Pflegezeit ermöglicht es Arbeitnehmern, für einen begrenzten Zeitraum die Pflege naher Angehöriger zu Hause zu übernehmen, ohne berufliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

  • Das Pflegezeitgesetz (PflegeZG) kennt die Kurzzeitpflege (Freistellung bis zu zehn Tage) und die längerfristige eigentliche Pflegezeit (Freistellung bis zu sechs Monate).

  • Unabhängig von der Betriebsgröße können alle Arbeitnehmer eine Freistellung für die Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen.

  • In Betrieben ab 15 Beschäftigten und mehr können Arbeitnehmer auch die längere Pflegezeit von bis zu sechs Monaten verlangen.

  • Während der Auszeit vom Job haben Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Lohnzahlung, wenn nicht im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder durch eine Betriebsvereinbarung etwas anders geregelt wurde.

  • Für die kurzzeitige Arbeitsverhinderung kann für eine pflegebedürftige Person ein Pflegeunterstützungsgeld …

Autor: Nicole Jähnichen

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