10.04.2019

Neuer Wegweiser der gesetzlichen Unfallversicherung zum Thema Pflege

Ein neuer Wegweiser der gesetzlichen Unfallversicherung „Zu Hause pflegen – so kann es gelingen“ gibt anhand konkreter Beispiele einen ausführlichen Überblick über Handlungsmöglichkeiten, Hilfen und den Schutz der Unfallversicherung für Pflegepersonen. Ein Schlüssel dazu ist die Selbstsorge.

Pflege

„Zu Hause pflegen – so kann es gelingen“

In einer Pressemitteilung der Gesetzlichen Unfallversicherung wird auf einen neuen Wegweiser mit dem Titel „Zu Hause pflegen – so kann es gelingen“ aufmerksam gemacht. Er soll anhand konkreter Beispiele einen ausführlichen Überblick über Handlungsmöglichkeiten, Hilfen und den Schutz der Unfallversicherung für Pflegepersonen geben. Denn wer die Pflege eines oder einer Angehörigen übernimmt, dessen Leben verändere sich.

Durch Selbstsorge gesund bleiben

Es heißt in der Pressemitteilung weiter: Die Pflege eines Angehörigen kann eine erfüllende Aufgabe sein. Sie ist aber auch mit vielen Herausforderungen verbunden: Der Alltag und eventuell auch die Berufstätigkeit müssen neu organisiert werden, manchmal treten finanzielle Probleme auf oder es fehlen Ansprechpartner. Im Mittelpunkt des Wegweisers steht deshalb die Frage, wie Angehörige die Pflege so organisieren können, dass sie selbst dabei gesund bleiben.

Ein Schlüssel dazu ist die Selbstsorge. Selbstsorge bedeutet, dass jemand für seine geistige und körperliche Gesundheit sorgt. Das kann auf vielerlei Weise geschehen, zum Beispiel indem Pflegepersonen

  • regelmäßig Zeit für sich selbst einplanen,
  • Sport- oder Entspannungskurse besuchen,
  • weiter ihrem Hobby nachgehen,
  • Freundschaften pflegen,
  • längerfristige Auszeiten (Urlaub) einplanen und
  • Unterstützung suchen – Netzwerke aufbauen.

 

Pflegestützpunkte können weiterhelfen

Ein wichtiger Aspekt der Selbstsorge ist es, Unterstützung zu finden. Das kann zum Beispiel eine Schulung oder Beratung sein. Kranken-, Pflegekassen und andere Organisationen bieten Pflegekurse an. Die Kosten werden in der Regel von den Pflegekassen übernommen. Eine individuelle Pflegeberatung kann helfen, den Alltag zu gestalten und ein Netzwerk aus Hilfsdiensten aufzubauen. Das schafft Freiraum für die Pflegepersonen. In Städten und Gemeinden sowie bei Kranken- und Pflegekassen gibt es Pflegestützpunkte, die gern weiterhelfen.

Tipps für den Pflegealltag

Darüber hinaus gibt es konkrete Gesundheitsgefahren, mit denen pflegende Angehörige sich auseinandersetzen sollten. Ein Beispiel sind Rücken- oder Gelenkschmerzen, die durch häufiges oder falsches Heben hervorgerufen werden können. Die Broschüre gibt deshalb auch Tipps zum Thema Rückengesundheit und informiert über Hilfsmittel, die den Pflegealltag erleichtern können. Unabdingbar sind häufig auch Umbauten im Wohnbereich. Hierzu werden ebenfalls Hinweise und Ansprechpartner vorgestellt.

Rechtliche Möglichkeiten

Abschließend informiert der Wegweiser über rechtliche Fragen, die mit der Pflege verbunden sind und, erläutert noch einmal ausführlich den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Mehr können Sie lesen unter: https://publikationen.dguv.de/

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)