23.02.2021

Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung 2021

In Gesprächen mit Beschäftigten zu bestimmten Lebens- oder Berufssituationen möchten Personalratsmitglieder gern mit Rat helfen. Dabei spielen oftmals gute Kenntnisse über Leistungen zur sozialen Sicherung eine herausgehobene Rolle. Es ist deshalb unumgänglich, dass Personalratsmitglieder den Umfang und auch den wesentlichen Inhalt der sozialen Sicherung kennen. Dazu gehören auch die neuen Rechengrößen bei den einzelnen Sozialversicherungsteilen.

Was ist neu?

Mit spezieller Rechtsverordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2021 wurden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2019) turnusgemäß angepasst. Das Verordnungsverfahren und die Festlegung der Werte erfolgen in sich jährlich wiederholender Routine auf Grundlage gesetzlicher Bestimmungen.

Rechengrößen der Sozialversicherung 2021

West Ost
Sozialversicherungs-

rechengrößen

Monat Jahr Monat Jahr
Beitragsbemessungsgrenze

allgemeine Rentenversicherung

7 100 € 85 200 € 6 700 € 80 400 €
Beitragsbemessungsgrenze

knappschaftliche Rentenversicherung

8 700 € 104 400 € 8 250 € 99 000 €
Beitragsbemessungsgrenze

Arbeitslosenversicherung

7 100 € 85 200 € 6 700 € 80 400 €
Versicherungspflichtgrenze

Kranken‑ u. Pflegeversicherung

5 362,50 € 64 350 € 5 362,50 € 64 350 €
Beitragsbemessungsgrenze

Kranken‑ u. Pflegeversicherung

4 837,50 € 58 050 € 4 837,50 € 58 050 €
Bezugsgröße in der Sozialversicherung 3 290 €* 39 480 €* 3 115 € 37 380 €
 
vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr in der Rentenversicherung

41 541 €

* In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gelten diese Werte bundeseinheitlich.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)