News | Personalrat
24.04.2015

Motivation der Arbeitnehmer in Deutschland

Der „Engagement-Index 2015“ zeigt: 70 Prozent der Arbeitnehmer bewegen sich in der persönlichen Motivation zwischen vollster Zufriedenheit und Unzufriedenheit.

Arbeitszufriedenheit© KatarzynaBialasiewicz /​ iStock /​ Thinkstock

Ermittlung der Arbeitszufriedenheit

Mitte März gab das Beratungsunternehmen Gallup-Meinungsforschungsinstitut in Berlin den neuen Stand der von ihm seit Jahren – zuletzt 2014 – betriebenen Ermittlungen der Arbeitszufriedenheit bekannt. Der große Teil von 70 Prozent der Arbeitnehmer bewegt sich in der persönlichen Motivation zwischen vollster Zufriedenheit und Unzufriedenheit. Das Unternehmen bezeichnet dies als „Dienst nach Vorschrift“. Doch dies darf nicht mit einer solchen Umschreibung arbeitsrechtlicher Art verwechselt werden, der bekanntlich eine Vorstufe eines Streiks bezeichnet. Jeder siebte Beschäftigte in Deutschland (14 Prozent) geht aber gern zur Arbeit, er fühlt sich von den Chefs geachtet sowie angemessen bezahlt und ist von seinem Unternehmen überzeugt. Das ist eine seit Jahren stabile Größe. Andere haben innerlich gekündigt: Sie vermissen Wertschätzung durch Vorgesetzte und sehen keine Entwicklungsmöglichkeiten im Job. Die Arbeit macht keinen Spaß, sondern Stress. Auch diese Gruppe umfasst 15 Prozent der Beschäftigten. Erfreulich ist, dass dieser Anteil im Vergleich zu den Vorjahren gesunken ist.

Engagement-Index 2015

Bereits zum 14. Mal stellte Gallup mehr als 2.000 repräsentativ ausgewählten Beschäftigten in Deutschland zwölf Fragen zum Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld, um den „Engagement-Index 2015“70 Prozent der Arbeitnehmer bewegen sich in der persönlichen Motivation zwischen vollster Zufriedenheit und Unzufriedenheit. zu erstellen. Die Ergebnisse sind insgesamt durchaus erfreulich. Zum einen werden Rahmenbedingungen wie die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes sehr viel positiver eingeschätzt als in früheren Jahren. So sind fast zwei Drittel der Befragten davon überzeugt, im Falle einer Entlassung schnell wieder eine neue Stelle zu finden (2006: 35 Prozent). Nur sieben Prozent beurteilen die wirtschaftliche Gesamtlage derzeit als schlecht. Auch die Zufriedenheit mit den Vorgesetzten nahm zu: 2010 äußerten sich 63 Prozent mit dem Personal auf der Leitungsebene zufrieden oder äußerst zufrieden, 2014 waren es bereits 69 Prozent.

Autor: Werner Plaggemeier 

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