News | Personalrat
18.08.2016

Mobiles Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt

Der Trend zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt schreitet weiter voran. Wie das mobile Arbeiten gestaltet werden soll, ist inzwischen eine wichtige Frage geworden. Auch der öffentliche Dienst wird sich damit zu befassen haben. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat Handlungsempfehlungen veröffentlicht, die auf den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe basieren, die zum Thema „orts- und zeitflexibles Arbeiten“ eingesetzt war.

Digitalisierung© anyaberkut /​​​​​​ iStock /​​​​​​ Thinkstock

Eine Betriebsvereinbarung des Autoherstellers Audi entspricht genau den Handlungsempfehlungen zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten der Plattform „Digitale Arbeitswelt“, die sich im Rahmen des IT-Gipfel-Prozesses der Bundesregierung formiert hat. Die Plattform wird in den nächsten zwei Jahren durch den digitalen Wandel der Arbeitswelt entstehende Gestaltungsbedarfe analysieren. Sie wird geleitet von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Jörg Hofmann, dem zweiten Vorsitzenden der IG Metall.

Nach Auffassung der Expertengruppe der Plattform sind betriebliche und tarifliche Lösungen, die auf Besonderheiten der Betriebe und einer Branche eingehen können, das geeignete Instrument zur Gestaltung von orts- und zeitunabhängigem Arbeiten. Dagegen brauche es gesetzliche Regelungen dort, wo gleiche Mindeststandards für alle Beschäftigten gelten sollen. Dann könnten Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge darauf aufbauen.

Flexible Arbeitswelt gestalten

Was die konkrete Ausgestaltung der flexiblen Arbeitswelt angeht, besteht sicher eine zentrale Herausforderung darin, die Anliegen von Beschäftigten und Unternehmen gleichermaßen im Blick zu behalten. Für die Beschäftigten gilt, dass sie im Rahmen der geltenden gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Regelungen mehr Flexibilität und Zeitsouveränität bei der Ausgestaltung ihrer Arbeit gewinnen sollen – mit dem Ziel, so von mehr Gestaltungsfreiheit für ihr Familien- und Privatleben zu profitieren.

Die Handlungsempfehlungen der Plattform „Digitale Arbeitswelt“ können unter

www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/Forschungsberichte/Forschungsberichte-Arbeitsmarkt/fb-463-digitale-arbeitswelt

heruntergeladen werden.

Autor: Werner Plaggemeier 

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