Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“
08.04.2016

Mobbing

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Mobbing ist kein Rechtsbegriff im eigentlichen Sinne. Übersetzt bedeutet Mobbing so viel wie: angreifen, schikanieren, anpöbeln oder „über jemanden herfallen“.

Das BAG hat in einer grundlegenden Mobbingentscheidung zur Frage der Erforderlichkeit einer Betriebsratsschulung zum Thema Mobbing (BAG, Beschluss vom 15.01.1997 – Az: 7 ABR 14/96 –) eine Definition für den Begriff formuliert: Mobbing ist hiernach das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte. Es wird begünstigt durch Stresssituationen am Arbeitsplatz, deren Ursachen u.a. in einer Über- oder Unterforderung einzelner Arbeitnehmer oder Arbeitnehmergruppen, in der Arbeitsorganisation oder im Verhalten von Vorgesetzten liegen können. Schwierigkeiten bereitet vor allem das Erkennen von Mobbing, die Beurteilung der Glaubwürdigkeit der Betroffenen sowie die Abgrenzung gegenüber sozial anerkannten Verhaltensweisen am Arbeitsplatz.

Wann liegt eine Mobbingsituation vor?

Wann eine Mobbingsituation vorliegt, ist nicht immer klar einzuschätzen. Nicht jeder Arbeitnehmer, der durch eine Situation am Arbeitsplatz psychisch stark belastet ist, ist tatsächlich Mobbing ausgesetzt. Andererseits ist jede Situation, die einen Arbeitnehmer derart schwer belastet, dass er Gefahr läuft, daran zu erkranken (oder bereits schon erkrankt ist), auf jeden Fall vom Arbeitgeber zu beseitigen. Hierzu gibt es u.a. auch betriebliche Eingliederungsmaßnahmen (BEM), aber auch die …

Autor: Edith Linnartz

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