08.04.2016

Mitarbeitervertretung, Katholische Kirche

Mitarbeitervertretungen sind die betrieblichen Interessenvertretungen im kirchlichen Bereich. Sie finden sich in Krankenhäusern, Kindergärten, Kirchengemeinden, Caritasverbänden etc. Hinsichtlich Aufbau und Struktur, aber auch der Wahlen und der dem Gremium eingeräumten Mitbestimmungsrechte sind sie den Betriebsräten vergleichbar.

Das Recht der betrieblichen Interessenvertretungen richtet sich innerhalb der katholischen Kirche nach der Rahmenordnung für eine Mitarbeitervertretungsordnung, der MAVO. Die MAVO ist ein per Beschluss empfohlenes Muster für eine diözesane MAVO. Das heißt, jeder Diözesanbischof als der örtlich zuständige kirchliche Gesetzgeber kann deshalb eine von der Muster-MAVO abweichende MAVO speziell für das jeweilige Bistum erlassen. Entscheidend für jedes Bistum im Rahmen der kirchlichen Rechtsprechung ist also die jeweilige bischöfliche MAVO.

Das Recht der betrieblichen Interessenvertretungen innerhalb der evangelischen Kirche richtet sich nach dem Kirchengesetz über Mitarbeitervertretungen in der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem MVG.EKD.

Der nachfolgende Beitrag orientiert sich an den den Mitarbeitervertretungen eingeräumten Rechte und Pflichten nach der Rahmenordnung für eine Mitarbeitervertretungsordnung der katholischen Kirche (MAVO). Das Mitarbeitervertretungsgesetz der evangelischen Kirche (MVG.EKD) ist von der Struktur her ähnlich aufgebaut.

Sowohl die MAVO als auch die MVG. EKD sind in weiten Bereichen mit den Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes …

Autor: Edith Linnartz

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