14.01.2019

Mit dem Gute-Kita-Gesetz mehr Fachkräfte gewinnen

Mit dem im vergangenen Dezember beschlossenen Gute-Kita-Gesetz ist die Grundlage geschaffen worden, für den qualitativen Ausbau der Kita-Betreuung insgesamt 5,5 Mrd. Euro vom Bund an die Länder zu zahlen. Die Mittel sollen bis 2022 den Trägern der Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt werden. Damit ist die Hoffnung verbunden, ist den nächsten Jahren auch mehr Erzieherinnen und Erzieher gewinnen zu können. Zudem sollen zeitgemäße Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Ziel hierbei ist es, das Schulgeld überall abzuschaffen und eine Ausbildungsvergütung einzuführen.

Fachkräfte

Verbesserung der Kinderbetreuung

Mit dem Gute-Kita-Gesetz sollen Deutschlands Kitas besser werden und soziale Staffelungen der Elternbeiträge finanziert beziehungsweise einkommensschwache Familien ganz von der Kita-Gebühr befreit werden können. Bis 2022 sollen 5,5 Milliarden Euro vom Bund an die Länder fließen. Finanziert werden können zudem Maßnahmen zur Gewinnung, Qualifizierung und Weiterbildung von Fachkräften, zur Verbesserung der Kind-Betreuer-Relation, zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen und zur kindgerechten Gestaltung von Innen- und Außenflächen von Kindertageseinrichtungen.

Entlastung für Geringverdiener

Die Bundesfamilienministerin erhofft sich von dem Gesetz nicht nur, dass die Kinderbetreuung verbessert und Geringverdiener finanziell entlastet werden. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll besser unterstützt werden. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, müsse es auch finanzielle Anreize geben: Die Bundesfamilienministerin will im nächsten Jahr eine Fachkräfteoffensive des Bundes starten, um Erzieherinnen und Erzieher zu fördern. Wer Fachkräfte gewinnen wolle, müsse auch anständige Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen schaffen, heißt es. Das gehe nur, wenn das Schulgeld überall abgeschafft und eine Ausbildungsvergütung eingeführt werde.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)