Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 06.04.2016

Minijob

Eine geringfügige Beschäftigung ist eine Sonderform des Arbeitsverhältnisses und wird häufig auch Minijob genannt. Es handelt sich dabei um eine Teilzeitbeschäftigung nach § 2 Abs. 2 TzBfG und ist damit arbeitsrechtlich ein vollwertiges Arbeitsverhältnis. Abweichungen ergeben sich hauptsächlich im Bereich des Sozialversicherungsrechts. Die geringfügige Beschäftigung kann entweder als

  • geringfügig entlohnte Beschäftigung (§ 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV) vereinbart werden oder

  • als kurzfristige Beschäftigung nach (Nr. 2 SGB IV).

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Arbeitsrechtlich ist die geringfügige Beschäftigung ein vollwertiges Arbeitsverhältnis. Der Minijobber ist ein Arbeitnehmer.

  • Minijobber haben im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. Arbeitgeber müssen daher die Minijobber gleich behandeln und die arbeitsrechtlichen Grundsätze beachten

  • Ein Minijob kann eine geringfügig entlohnte Beschäftigung sein. Die Geringfügigkeitsgrenze von 450 € monatlich darf nicht überschritten werden.

  • Ein Minijob kann auch eine kurzfristige Beschäftigung sein. Ein kurzfristiger Minijob liegt vor, wenn die Beschäftigung im Laufe eines Kalenderjahres auf höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstage – unabhängig von der Höhe des Verdienstes – begrenzt ist. Ab 01.01.2019 betragen die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung zwei Monate oder 50 Arbeitstage.

  • Auch Minijobber – bis auf wenige Ausnahmen –, die im gewerblichen Bereich oder in Privathaushalten beschäftigt sind,…

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa

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