03.04.2019

Mehr Teilzeitbeschäftigung und eine hohe Zahl geringfügig Beschäftigter in Deutschland

Das Volumen der Teilzeitbeschäftigten ist seit 1991 deutlich gestiegen. Hingegen sank das Arbeitszeitvolumen der Vollzeitbeschäftigten von 47,5 Milliarden Stunden (1991) auf 40,7 Milliarden Stunden im Jahr 2018. Sein Anteil am gesamten Arbeitsvolumen sank von 91,7 Prozent auf 77,9 Prozent. Außerdem arbeiteten 2018 rund 4,7 Millionen Menschen in einer ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigung.

Teilzeitbeschäftigung

Zuwachs bei der Teilzeitbeschäftigung

Das Arbeitszeitvolumen der Beschäftigten in Deutschland betrug 2018 rund 52,3 Milliarden Stunden. Dabei ist das Arbeitszeitvolumen der Vollzeitbeschäftigten seit 1991 von 47,5 Milliarden Stunden auf 40,7 Milliarden Stunden im Jahr 2018 gesunken, aber das der Teilzeitbeschäftigten deutlich von 4,3 Milliarden Stunden auf 11,6 Milliarden Stunden gestiegen. Der Anteil des Vollzeitarbeitsvolumens am gesamten Arbeitsvolumen sank seit 1991 von 91,7 Prozent auf 77,9 Prozent im Jahr 2018, der Anteil des Teilzeitarbeitsvolumens stieg von 8,3 Prozent auf 22,1 Prozent. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (BT-Drs. 19/8076) auf eine Kleine Anfrage einer Bundestagsfraktion hervor.

4,7 Millionen geringfügig Beschäftigte

Rund 4,7 Millionen Menschen arbeiteten 2018 in einer ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigung. 44 Prozent dieser Beschäftigten übten eine Helfertätigkeit und 43 Prozent eine Tätigkeit als Fachkraft aus, rund vier Prozent waren jeweils Spezialisten oder Experten. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (BT-Drs. 19/8077) auf eine Kleine Anfrage einer anderen Bundestagsfraktion hervor. Darin heißt es weiter, dass der mittlere Bruttomonatsverdienst (Medianeinkommen) von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe (ohne Auszubildende) im Jahr 2017 von 2.391 Euro (Mecklenburg-Vorpommern) bis 3.619 Euro (Hamburg) reichte. Die Berufshauptgruppe mit dem bundesweit niedrigsten Medianentgelt sind demnach die Reinigungsberufe, in denen Vollzeitbeschäftigte 1.690 Euro (Ostdeutschland) beziehungsweise 1.923 Euro (Westdeutschland) verdienten.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)