News | Personalrat
18.12.2015

Mehr Personal für den öffentlichen Dienst gefordert

Deutlich mehr Personal für den öffentlichen Dienst forderte vor wenigen Wochen die stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende Elke Hannack. Es fehlten 24.000 Lehrerinnen und Lehrer sowie 14.000 Erzieherinnen und Erzieher, bei der Polizei seien in den letzten Jahren 16.000 Stellen abgebaut worden. Der öffentliche Dienst arbeite am Limit.

"KitaPlus"© mikanaka /​​​​​​​​​​ iStock /​​​​​​​​ ​​​​​​Thinkstock

Deutschland brauche endlich eine Abkehr von der Kürzungspolitik. Es werde mehr anstatt weniger Personal im öffentlichen Dienst gebraucht. In einer Pressemitteilung stellte die stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende Elke Hannack fest:

Personal auftocken und Mitbestimmung stärken

„Mindestens zehn Prozent der Stellen des öffentlichen Dienstes wurden hierzulande in den letzten 15 Jahren abgebaut. In Deutschland arbeiten nur noch 10,6 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst – fünf Prozentpunkte weniger als im OECD-Durchschnitt“, kritisierte Hannack. „Wer wie das Land Berlin nun mit Hinweis auf die angespannte Lage in den Aufnahme- und Registrierungsstellen für Flüchtlinge die Arbeitszeiten für das Personal ausweiten will – und das an den Personalräten vorbei –, der hat nichts verstanden“, so Hannack. „Wir brauchen mehr Mitbestimmung im öffentlichen Dienst und nicht weniger. Die Personalvertretungsgesetze sind zum Teil seit den 70er Jahren nicht mehr novelliert worden. Es ist Zeit für echte Mitbestimmungsrechte, wie sie in der Wirtschaft üblich sind. Gerade bei ressortübergreifenden Maßnahmen brauchen wir stärkere Rechte im Sinne der Beschäftigten.“

Autor: Werner Plaggemeier 

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