News | Personalrat
27.04.2015

Mehr Gehalt für Spitzenkräfte öffentlicher Unternehmen

Öffentliche Unternehmen erhöhen die Gehälter ihrer Geschäftsführer und Vorstände um rund zwei Prozent. Signifikante Unterschiede bei der Vergütung in den einzelnen Branchen bleiben bestehen.

Gehalt© alexovicsattila /​ iStock /​ Thinkstock

Gesamtbezüge steigen um 2,4 Prozent

Nach einer Meldung des FAZ-Onlinediensts vom 16. März 2015 erhöhen die öffentlichen Unternehmen die Gehälter ihrer Geschäftsführer und Vorstände um rund zwei Prozent. Die Grundbezüge steigen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1,8 Prozent, die Gesamtbezüge inklusive Bonuszahlungen sogar um 2,4 Prozent. Das ergab eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum zu den Vorstands- und Geschäftsführerbezügen in öffentlichen Unternehmen. Die Studie basiert auf Daten von 2.309 Geschäftsführern und Vorständen aus 1.117 öffentlichen Unternehmen in Deutschland.

Bund, Länder und Kommunen bewegen sich bei der Vergütung ihrer Manager in einem Spannungsfeld: Einerseits müssen sie qualifizierte Geschäftsführer finden und diese natürlich auch langfristig an das Unternehmen binden. Eine solche Vergütung soll aber andererseits das Unternehmen nicht unverhältnismäßig stark belasten, sagt Martin von Hören, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kienbaum und Experte für Vergütungsfragen im öffentlichen Sektor. (Quelle: www.kienbaum.de/desktopdefault.aspx/tabid-68/149_read-1672/148_read-194/)

Große Bandbreite beim Gehalt

Die Gehälter von Geschäftsführern und Vorständen in öffentlichen Unternehmen haben eine große Bandbreite: 20 Prozent der erfassten Gesellschaften zahlen ihren Vorständen und Geschäftsführern weniger als 100.000 Euro im Jahr, in 64 Prozent der Unternehmen sind es zwischen 100.000 Euro und 300.000 Euro und die restlichen 16 Prozent der öffentlichen Unternehmen dotieren ihre Vorstände und Geschäftsführer mit mehr als 300.000 Euro. Nur rund fünf Prozent zahlen mehr als 500.000 Euro im Jahr.

Signifikante Unterschiede bestehen auch zwischen der Vergütung in den einzelnen Branchen: Geschäftsführer und Vorstände in Sparkassen und Banken erhalten mit durchschnittlich 322.000 Euro rund dreimal so hohe Pro-Kopf-Gesamtbezüge wie in den meist kleineren Unternehmen. In der Bäder- und Freizeitwirtschaft sind es beispielsweise durchschnittlich nur 104.000 Euro im Jahr, während öffentliche Unternehmen der Sozialwirtschaft ihren Vorständen und Geschäftsführern sogar lediglich eine durchschnittliche Jahresvergütung von 98.000 Euro zahlen.

Autor: Werner Plaggemeier 

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