News | Personalrat
19.08.2016

Mehr Aufmerksamkeit für Arbeits- und Gesundheitsschutz

Aufgabe der Personalräte sollte es auch sein, im Arbeits- und Gesundheitsschutz aktiv mitzuwirken, weil der Wandel der Arbeitswelt und neue Formen der Arbeitsorganisation neue gesundheitliche Risiken bringen. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Gewerkschaften fordern, dass Betriebs- und Personalräten neue Formen der Beteiligung in den Betrieben bzw. Dienststellen gegeben werden.

© M. Eric Honeycutt /​ iStock /​ thinkstockphotos.com

Aufgabe der Personalräte sollte es auch sein, im Arbeits- und Gesundheitsschutz aktiv mitzuwirken, weil der Wandel der Arbeitswelt und neue Formen der Arbeitsorganisation neue gesundheitliche Risiken bringen. Arbeitsschutz ist leider kein Thema, das Emotionen bei den Beschäftigten hervorruft. Zudem bleibt oft zu wenig Zeit für die Arbeitssicherheit und für Gefährdungsbeurteilungen. Dabei werden dringend mehr Aufmerksamkeit und neue Formen der Beteiligung benötigt, damit sich Beschäftigte aktiv am Arbeits- und Gesundheitsschutz beteiligen können. Dies ergibt sich aus Veröffentlichungen des DGB. Es besteht die Gefahr, dass die Ungleichheit von Beschäftigten auch hinsichtlich der Sicherheit am Arbeitsplatz zunimmt.

Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht selbstverständlich

Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind nach Auffassung des DGB auch heute nicht selbstverständlich. Zunehmend werde der Arbeitnehmerschutz als überflüssiger Kostenfaktor gesehen. Der Blick nach Brüssel zeige dies deutlich: Gingen in den 1980er- und 1990er-Jahren noch viele positive Impulse für den Arbeitnehmerschutz von der EU-Ebene aus, würden zuletzt immer häufiger Wirtschaftsinteressen berücksichtigt. Zwar erließ die EU-Kommission vor Kurzem eine Richtlinie zum Schutz vor krebserzeugenden Stoffen. Ebenso überprüften die Mitgliedstaaten aber auch derzeit, inwieweit die Umsetzung der EU-Arbeitsschutz-Richtlinie „unnötigen bürokratischen Aufwand“ für Unternehmen schaffe. Vorsicht ist deshalb geboten.

Autor: Werner Plaggemeier (Werner Plaggemeier ist Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“. )

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