Lexikonstichwort | Beitrag aus „Wirtschaftliche Angelegenheiten“ 23.05.2016

Leistung und Leistungspolitik

Brutaler Zielerreichungsdruck, Terminhetze und hohe Leistungserwartungen sind in aller Munde. Tatsächlich haben die Arbeitgeber in vielen Betrieben die ehemals geltenden Arrangements verlassen und streben eine neue Leistungspolitik an. Damit werden die Interessen der Mitarbeiter massiv berührt. Der Betriebsrat ist oft die einzige Institution, die aufgrund der Mitbestimmungs- und anderer Rechte wenigstens gegenüber den gröbsten Auswüchsen Einhalt gebieten kann. Daher ist es wichtig, sich über diese Zusammenhänge zu orientieren und im Sinne der Mitarbeiter zu handeln.

Neue Leistungspolitik – neue Maßlosigkeit

Die neue Maßlosigkeit

Alle haben es inzwischen mitbekommen: Das, was die Arbeitnehmer „früher“ an Leistung an den Tag gelegt haben, reicht vielen Managern lange nicht mehr. Das Regime einer „neuen Maßlosigkeit“ hat Einzug gehalten.

Die Realität

Das erleben viele Mitarbeiter und ihre Betriebsräte zunehmend hautnah:

  • Die Arbeitszeitkonten laufen regelrecht über; zum Teil verfällt geleistete Arbeitszeit.

  • Oder es gibt die sogenannte „Vertrauensarbeitszeit“, aber verbunden mit Zielen, die so anspruchsvoll formuliert sind, dass sie in der vertraglichen bzw. tariflichen Arbeitszeit gar nicht erreicht werden können.

  • Ständiger Zeitdruck regiert den Arbeitsalltag.

  • Man soll immer erreichbar und ansprechbar sein.

  • Ständig werden neue Projekte aufgelegt, natürlich ohne dafür Zeit einzukalkulieren.

Die Unsitten der ständigen Erreichbarkeit haben sogar schon die Politik auf den Plan …

Autor: Thomas Breisig

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