Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 06.04.2016

Leiharbeit

Von Leiharbeit oder Arbeitnehmerüberlassung spricht man, wenn Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) von einem Arbeitgeber (Verleiher) einem Dritten (Entleiher) gegen Entgelt für begrenzte Zeit überlassen werden. Rechte und Pflichten des Arbeitgebers übernimmt der Entleiher. Das Besondere dabei ist, dass der Leiharbeitnehmer in keiner vertraglichen Beziehung zu dem Entleiher steht, bei dem er tatsächlich seine Arbeitsleistung erbringt. In der Branche werden die Begriffe „Arbeitnehmerüberlassung“, „Leiharbeit“, „Zeitarbeit“ und „Personalleasing“ synonym verwendet. Insbesondere die Bezeichnung „Zeitarbeit“ ist irreführend, da es leicht zu Verwechslungen mit befristeten Arbeitsverträgen/Zeitverträgen kommen kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Leiharbeitnehmer ist vom Gesetzgeber durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) besonders geschützt, weil er einen Arbeitsvertrag mit dem Verleiher hat, seine Arbeitsleistung aber beim Entleiher erbringt und in dessen betriebliche Organisation eingebunden ist.

  • Die jüngste Reform trat am 01.04.2017 in Kraft. Seitdem gilt wieder eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten für einen Leiharbeitnehmer in einem bestimmten Einsatzbetrieb.

  • Der Leiharbeitnehmer steht in einem Arbeitsverhältnis zum Verleiher. Diesem gegenüber gelten die arbeitsvertraglichen, tarifvertraglichen und gesetzlichen Arbeitnehmerrechte. Der Vertrag zwischen dem Leiharbeitnehmer und dem Verleiher ist ein Arbeitsvertrag mit allen Rechten und Pflichten. Der Unterschied …

Autor: Dr. Martina Rissing

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ jetzt 30 Minuten live testen!