Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“ 08.04.2016

Leiharbeit

Unter der Arbeitnehmerüberlassung, auch Leiharbeit oder Zeitarbeit genannt, versteht man die Überlassung eines Arbeitnehmers an ein anderes Unternehmen. Der Arbeitnehmer hat dabei mit einem Leiharbeitsunternehmen einen Arbeitsvertrag geschlossen, um einem anderen Unternehmen (Entleiher) überlassen zu werden und dort unter dessen Aufsicht und Leitung vorübergehend seine Arbeitsleistung zu erbringen können. Mittlerweile nennen sich Leiharbeitsunternehmen auch beschönigend „Personaldienstleister“.

Arbeitsvermittlung

Abzugrenzen ist die Arbeitnehmerüberlassung von der Arbeitsvermittlung. Denn der Arbeitsvermittler steht in keinerlei arbeitsrechtlicher Beziehung zu den von ihm vermittelten Arbeitnehmern. Bei der Arbeitnehmerüberlassung ist der Verleiher hingegen der Arbeitgeber des überlassenen Arbeitnehmers.

Legale und illegale Arbeitnehmerüberlassung

Legale Arbeitnehmerüberlassung

Bei der legalen Arbeitnehmerüberlassung ist der Leiharbeitnehmer als Beschäftigter des Verleih-Unternehmens auch dort krankenversichert. Ebenso führt das Verleihunternehmen den Gesamtsozialversicherungsbeitrag für die bei ihm beschäftigten Leiharbeitnehmer ab. Daher haftet der Entleiher bei der legalen gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung neben dem Verleiher wie ein selbstschuldnerische Bürge für rückständige Gesamtversicherungsbeiträge (§ 28e Abs. 2 SGB IV).

Illegale Arbeitnehmerüberlassung

Sie ist in der Regel schwerer zu erkennen, da sie in Form eines „Scheinwerkvertrags“ vorkommen kann. …

Autor: WEKA Redaktion

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